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SuedArt-Termine

Galerie & Gruppenausstellung

Mi., 19. Jun., 12 Uhr: Galerie 1565

Harburger Schloßstr. 13 | 21079 Hamburg-Harburg

Gruppenausstellung: Elena Bulycheva | Daniel Hörner | Stephanie Jacobs | Sandrine Mahéo

Bei der Führung werden die Galerie wie auch die Gruppenausstellung gleichermaßen vorgestellt und erläutert

Die GALERIE1565 ist ein Raum für zeitgenössische Kunst, eine der größten privaten Galerien Hamburgs mit über 660qm Ausstellungsfläche. Seit Frühjahr 2023 hat sich die GALERIE1565 mit monatlich wechselnden Ausstellungen zu einem etablierten Ort für zeitgenössische Kunst lokaler und internationaler Künstler in Hamburg gemacht. 

Elena Bulycheva (Hamburg) studiert an der HFBK bei Prof. Anselm Reyle. Charakteristisch für ihr Werk sind abstrakte Gemälde, die durch ein Zusammenspiel von lebendigen Farben, Texturen und ungewöhnlichen Formen gekennzeichnet sind. Unkonventionelle Prozesse, zum Beispiel das bearbeiten der Leinwand in einer Waschmaschine, führen zu Rissen und Spalten im Material. So werden die darunterliegenden Farben oder Oberflächen sichtbar.

Daniel Hörner (Hamburg) studierte Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Prof. Ludger Gerdes. Er malt seine farbintensiven, oft monochromen Bilder mit selbstgemachter Ölkreide, die er in einem aufwändigen Prozess und in beeindruckender Farbvielfalt herstellt. Er zieht präzise Linien, um Kästen und Streifen für die Farbverläufe zu schaffen. Diese Technik ist sein Alleinstellungsmerkmal und beschäftigt Hörner seit über 10 Jahren. Er arbeitet in seinem Atelier in Hamburg und betreibt dort gemeinsam mit anderen Künstlern auch den Ausstellungsraum “Lycra”.

Stephanie Jacobs (Hamburg) studierte an der HFBK in Hamburg bei Prof. Werner Büttner. Jacobs erzählt uns durch ihre Malereien auf Leinwand oder auf Keramiken von rätselhaften Nachtwelten, Giftpflanzen und Körpern in Not. Sie untersucht die Wirkmacht des Symbolismus und dessen Effekt auf den Betrachtenden. Zunächst nähert sie sich ihren Fragen auf theoretischer Ebene an. So beeinflussen kulturwissenschaftliche und anthroposophische Texte, aber auch Werke und Motive aus Popkultur und Kunst Jacobs Oeuvre.

Sandrine Mahéo (Berlin) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Montpellier, Frankreich. Die großformatigen Leinwände der französischen Künstlerin sind eine lebendige Feier der Farbe und des Kontrastes. Wie der Akt der Schöpfung wird die Farbe auf die Leinwand gesprüht, auf eine Weise, die an Künstler wie Hartung und K. Grosse erinnert. Diese Technik, vielleicht beeinflusst von einer Neigung zu weitläufigen Gesten, schafft ein Gefühl von Tiefe innerhalb des Kunstwerks. Dabei werden gewollte Unschärfen genutzt, um diese Tiefenwirkung zu intensivieren.

Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Jul. 2024 zu sehen

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Galerie 1565

Die GALERIE1565 ist ein Raum für zeitgenössische Kunst, eine der größten privaten Galerien Hamburgs mit über 660qm Ausstellungsfläche. Seit Frühjahr 2023 hat sich die GALERIE1565 mit monatlich wechselnden Ausstellungen zu einem etablierten Ort für zeitgenössische Kunst lokaler und internationaler Künstler in Hamburg gemacht. 

Die Philosophie besteht darin, einen geschlechteraus-gewogenen Kunstmarkt zu fördern, der auch regionale Künstler umfasst. Die Galerie versteht sich als einen gastfreundlichen und offenen Ort für alle, die sich für zeitgenössische Kunst interessieren. In Hamburgs Kunstszene gibt es viele aktive Akteure und die Galerie sieht es als ihre Aufgabe, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. 

Besucher dürfen keinen klassischen White Cube erwarten. Der Name der Galerie entstammt dem Baujahr des Fachwerkhauses – 1565. Ehemals eine Blaufärberei, verschmelzen in diesen historischen, schiefen Räumen Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise und schaffen einen kontrastreichen Spannungsbogen zwischen Kunstwerk und Baugeschichte. Im Jahre 2023 erfolgte die Auszeichnung mit dem Denkmalpreis für eins der am besten sanierten historischen Gebäude Deutsch-lands. 

In der Galerie finden thematisch wechselnde Ausstel-lungen zeitgenössischer Kunst junger Kunstschaffender statt. Das Programm umfasst neben der klassischen Galerietätigkeit auch die Kunst- und Kulturvermittlung in Workshops, Performances und weiteren exklusiven Events. Zudem werden die Räumlichkeiten für Konferenzen & Seminare temporär vermietet.

Adresse: Harburger Schloßstraße 13, 21079 Hamburg

Öffnungszeiten: Die. – Fr. 12-18 Uhr | Sa. 11-15 Uhr

aktuelle Ausstellung: Franz Kaiser – oh schöne Welt (bis 31. Aug.)

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Kleine Fleth-Philharmonie

Klein und fein auch für die Kunst …

Mitten in der malerischen Altstadt von Buxtehude befindet sich die Kleine Fleth-Philharmonie – ein exklusiver und privater Konzertraum, dessen klangvolles Herz ein Steinway A aus dem Jahr 1906 ist. Initiator Hasko Witte, selbst aus dem Kultur-Marketing der Musik, hat aus einer früheren Damenboutique einen Kulturort mit besonderem Flair geschaffen. Hier finden in unregelmäßigen Abständen hochkarätige Konzerte aber eben auch Lesungen und Kunstausstellungen statt. Es stellen bildende Künstlerinnen und Künstler aus der Region ihre Malereien, Zeichnungen oder Fotografien aus. Diese Ausstellungen wechseln alle zwei Monate und können auch unter der Woche und ohne Konzert besichtigt werden – der Eintritt dafür ist frei. Seit der Eröffnung stellten vor allem Künstler*innen mit lokalem Bezug aus: Andrea Rischmann, Petra Kiesow, Jutta Weiss, Regina Kehn, Urte Stehr, Julia Rathjen, Katinka Mustelin, Maren Krause oder Iris Hofmann.

Katrin Engelking – Bullerbü in Buxtehude

Künstlerin Katrin Engelking hat bereits zahlreiche Bilder- und Kinderbücher illustriert, unter anderem zu Texten von renommierten Kinderbuchautorinnen wie Kirsten Boie und Paul Maar. Sie hat auch eigene Bücher veröffentlicht, wie “Anne im Tal der tausend Tropfen” und Geschichten über den kleinen Jungen Flo. Seit vielen Jahren gibt sie den Figuren von Astrid Lindgren ein neues Gesicht. Seit vielen Jahren widmet sich Engelking mit Leidenschaft den Illustrationen der Werke von Astrid Lindgren. Ihre Bilder “verbinden Astrid Lindgrens Welt überzeugend mit der Wirklichkeit ihrer Leser”, so die Zeitschrift Eselsohr.

Im Rahmen der Konferenz für Kinderbuchillustration “Bunte Hunte” präsentiert die Kleine Fleth-Philharmonie nun eine Auswahl von Katrin Engelkings Lindgren-Illustrationen. Die Ausstellung „Bullerbü in Buxtehude“ zeigt die Vielfalt von Engelkings Arbeiten und lädt ein, die Welt von Astrid Lindgren neu und auch wieder zu entdecken.

www.katrin-engelking.de

Die Ausstellung läuft vom 07. Juni bis 31. Juli 2024. Eintritt frei!

Öffnungszeiten: Mo-Fr. von 10-18 Uhr

Adresse: Westfleth 37, 21614 Buxtehude

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Kunstkurs „Pastell“  

Mo., 17. Jun., 12 Uhr: HabibiAtelier

Lüneburger Str. 39 (Harburg Arcaden, OG) | 21073 Hamburg-Harburg

Am Montag, den 17.06 wird Luka im Rahmen der “Winter” Ausstellung im Habibi Atelier einen Pastell Workshop anbieten. Sie ist 22 Jahre alt und Meisterschülerin in Malerei. So wie bei dieser Ausstellung hat sie bereits bei der “ArtExpo” im Winter 2023 mitgewirkt und ist Teil des Habibi Ateliers.
Luka malt hauptsächlich mit Pastellkreiden und freut sich darauf, noch mehr Menschen für dieses Medium zu begeistern!

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Walls Can Dance

Fr., 21. Jun., 17:30 Uhr: S-Bahnstation Harburg

(Ausgang Moorstraße) |21073 Hamburg-Harburg

Mural Walk mit Rudolf Klöckner, Anmeldung: HIER

Walls Can Dance will Brücken schlagen: Der Hamburger Stadtteil Harburg steht seit Jahren vor einer großen Herausforderung: Wie lässt sich die räumliche Trennung der zwei zentralen Stadtteile “Innenstadt” und “Binnenhafen” durch eine Bahn- und Autotrasse aufheben? Mit Walls Can Dance entstehen beidseitig der Trasse künstlerische Fassadengestaltungen und schaffen so symbolisch eine Verbindung. Gemeinsam mit den InitiatorInnen von Walls Can Dance geht es im Rahmen der Führung, den Kunstwerken folgend, von der Harburger Innenstadt hinüber in den Binnenhafen. Die Macher*innen berichten dabei über Hintergründe und Wissenswertes zu den einzelnen Kunstwerken und Künstler*innen.

Teilnahme frei – Spende erbeten

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KulturWohnZimmer

Das Stadtteilatelier im Kulturwohnzimmer ist ein offenes Atelier, zentral und gut sichtbar im Gloria-Tunnel der Harburger Einkaufspassage “Lüneburger Straße”. Zwei leitende Künstler*innen öffnen den Raum einmal in der Woche für explizit alle Menschen, einmal in der Woche und transformieren ihn im Sinne der Sozialen Plastik, zu einem Ort für spontane Konzerte, große und kleine bildnerische Kunstwerke, skulpturale Arbeit, sowie künstlerische Irritationen des alltäglichen Innenstadt-lebens. In diesem Rahmen finden intensive gemeinschaftliche künstlerische Prozesse mit Passant*innen und Besucher*innen statt, werden Performances entwickelt und umgesetzt und Momente der Begegnung geschaffen, durch die unvorhergesehenes Neues entsteht. Die künstlerische Auseinandersetzung reicht von persönlichen über regionale bis zu gesamtgesellschaftlich relevanten Themen.

Ziel ist es, mit dem Angebot eine Lücke im sozio-kulturellen und inklusiven Angebot Harburgs zu bespielen, zu verkleinern und damit sozialen Barrieren entgegenzuwirken. Durch vielseitige Präsenz und Aktivität wird die Wahrnehmung auf Harburgs vielseitiges, reichhaltiges Stadtteilleben gerichtet und zum aktiven Mitgestalten motiviert. Durch das Angebot wird mit direkter Verbindung und teils im öffentlichen Raum ein transparenter Ort der künstlerischen Ko-Produktion, des Diskurses, der gemeinsamen Kultur und des sozialen Miteinanders, zum Wohlfühlen und Begegnen geschaffen. Kontakt und Austausch entstehen über die Grenzen des gewohnten sozialen Kreises hinweg. Dieser Austausch und das künstlerische Wirken in der Gruppe ermöglichen Einblicke in unbekannte und überraschende Perspektiven, sowie ein gemeinschaftliches mit- und voneinander Lernen.

Öffnungszeiten: Mittwoch 15 – 20 Uhr (andere Termine siehe Website)

Adresse: Gloria-Tunnel, Lüneburger Straße 1a, 21073 Hamburg-Harburg| www.kulturwohnzimmer.de

INNENstadtDIALOGE 

Foto: always

Zur SuedArt dreht sich im Kulturwohnzimmer alles um die kreative Ko-Produktion, den Dialog und das Entstehen von Nachbarschaftlichkeit und Zukunftsvisionen. 

Zahlreiche in den letzten Jahren entwickelte, getestete und verfeinerte Formate des gemeinsamen künstler-ischen Gestaltens liefern spannende Einblicke in das Harburger Stadtteilleben und die Kreativität seiner Bewohner*innen. 

Die Ausstellung umfasst sowohl verschiedenste Gemeinschaftswerke und -bilder, gemalt oder gesprüht, kleinformatig, mehrteilig oder riesengroß, als auch Serien und Werke lokaler Künstler*innen, Installationen, Musik und intermediale Jam-Sessions. 

Vom Harburger Bahnhof kommend, werden Besucher*innen schon in der Seevepassage, vor dem Gloria-Tunnel und in Richtung Lüneburger Straße blickend, von strahlenden Farben empfangen. Denn der Bauzaun am Neubauprojekt HAR6 ist das jüngste Gemeinschaftswerk und Ausstellungsstück im Sinne der INNENstadtDIALOGE. Geziert werden die rund 80m² von einem großen, vielschichtigen Gemeinschafts-Graffiti, initiiert und umgesetzt vom Kulturwohnzimmer e.V. in Zusammenarbeit mit über 100 Beteiligten, Passant*innen und spontan Entschlossenen. 

Am Tag der Vernissage bildet dieser Zaun den Ausgangspunkt einer Reise in die dialogische Produktion von Gemeinschaftswerken. Der Gloria-Tunnel wird zur Galerie-Passage, verhüllt von riesigen, noch in der Pandemie entstandenen Werken, gemalt mit 1,5m langen Pinsel unter dem Projekttitel “mit-Abstand-Malen”.  Begleitet von Jam Sessions, Licht und Videoinstallationen führt die Ausstellung in das Innere des Stadtteilateliers.  In 3 Räumen, bei Getränk, und Gespräch laden wir zum Eintauchen in die verschiedensten Bildwelten früherer Atelier Besucher*innen sowie zum Betrachten der Werke aktuell vor Ort aktiven Künstler*innen.

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Gesamtkunstwerk kompakt

So., 23. Jun., 12 Uhr: Kunststätte Bossard

Bossardweg 95 | 21266 Jesteburg

Führung durch das Gesamtkunstwerk Kunststätte Bossard

Das Museum Kunststätte Bossard: Am Rande von Jesteburg errichteten Johann und Jutta Bossard in der Zeit von 1911 bis 1950 auf einem gut 3 Hektar großen Heide-grundstück ein einmaliges Gesamtkunstwerk – die Kunststätte Bossard. In dem heutigen Museum können Sie Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst erleben.

Zwischen Jesteburg und Lüllau verwirklichten Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen. Sie arbeiteten bis zum Tode Johann Michael Bossards (1950) unermüdlich an diesem Werk. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Stile der Zeit aufgegriffen, sondern auch unterschiedliche und moderne Materialien verwendet.

Die historischen Gebäude der Kunststätte Bossard sind im Originalzustand erhalten. Das Wohn- und Atelierhaus im Heimatschutzstil ist bis in das kleinste Detail künstlerisch ausgestaltet. Neben dem Wohnhaus ist der 1926 in Back-steinexpressionismus errichtete Kunsttempel zu besich-tigen. Auf dem Waldgrundstück hat das Künstlerehepaar eine beeindruckende Gartenanlage mit z.B. Baumtempel, Klostergarten, Gemüse- und Obstbaumgärten geschaffen.

Heute ist die Kunststätte Bossard ein einzigartiger Ort, an dem expressionistische Wandmalerei und Raumaus-stattung im ursprünglichen Zusammenhang erhalten geblieben sind. Zu sehen sind die Ausstellungen im Neuen Atelier, der Kunsttempel sowie der Eddasaal und das Urgebraus im Wohn- und Atelierhaus. Viele Fragen zur Geisteshaltung des Künstlers Johann Bossard und seiner Frau insbesondere im Nationalsozialismus sind noch heute ungeklärt. Im Sommer 2021 beauftragte die Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin mit der objektiven und wissenschaftlich fundierten Aufarbeitung der Rolle des Ehepaares Johann und Jutta Bossard zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Das Forschungsvor-haben wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Die Ergebnisse und Zwischenergebnisse dieser Forschung werden regelmäßig im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Reden wir über Bossard“ an der Kunststätte Bossard vermittelt.

Öffnungszeiten:

Mrz – Okt.: Di-So 11-18 Uhr / Nov. – Feb.: Di-So 11-16 Uhr

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Ausverkauf der Städte

Mi., 05. Jun., 15 Uhr: Kunströsterei

Ostfleth 36| 21614 Buxtehude

Eine Führung zum Ort, zur Idee der Produzentengalerie und zur aktuellen Ausstellung mit Sven Brauer; Eintritt frei!

Im Mai und Juni zeigt Katharina Bodmann, eine Buxtehuder Fotografin, gemeinsam mit Sven Brauer die Folgen der baulichen Verdichtung. Bewusst romantisierend rücken sie den „alten“ Stadtteil, der ja auch immer Erinnerungen, Geschichten und Geschichte sichtbar macht, in den Vordergrund ihrer Arbeit.

Sie dokumentieren mit ihren Arbeiten sowohl das „alte“ Altkloster; ein Stadtviertel Buxtehudes, welche für so viele Viertel mancher Städte steht, mit seinen vielfältigen Läden, Wohnungen und Häusern wie auch, als negativen Gegenpol, das „neue“ Altkloster – eine familienfeindliche Schlafburg für gutsituierte Paare. Katharina Bodmanns Fotografien agieren dabei als Dokumentationen eines gelebten Erbes. Sie erfassen die Patina der Zeit an den Fassaden, die Spuren vergangener Tage, und legen damit eine Brücke zur Gegenwart. Es offenbart sich eine künstlerische Synthese mit Sven Brauers farbigen, mit leichtem Strich gezeichneten Zeichnungen, deren leere, schwarze Fenster die traurige Zukunft der Gebäude erahnen lassen.

Katharina Bodmann (Jg. 1983) ist freiberufliche Fotografin, lebt und arbeitet in Buxtehude. Neben Auftragsfotografie hat sie stets eigene Projekte im Bereich Kunst, Kultur, Theater.

Sven Brauer (Jg. 1961) lebt und arbeitet in Buxtehude. Nach seiner Ausbildung zum Raumausstatter und Grafiker arbeitete er in verschiedenen Werbeagenturen und Verlagen. Parallel erhielt er seine künstlerische Ausbildung bei H. Westphal und H. Janssen. Seit 2010 ist er als freier Künstler tätig. Zudem ist er Autor und Illustrator, Dozent für Urban Sketching und Aquarellmalerei sowie künstlerischer Leiter auf Mal- und Zeichenreisen. In Buxtehude organisierte er mehrere Jahre das Buxtehuder Kunstfest.

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Heimfeld-Hall

Fotos: CLAASIK

Graffiti-Kunst nahm in den 1970er Jahren Schwung auf, gilt als klassische StreetArt und hat mit Banksy aktuell wohl den berühmtesten Repräsentanten. Dabei musste Graffiti lange gegen das Vorurteil der Schmiererei ankämpfen.

Die Idee kam 2008 bei einem Spaziergang entlang des Bostelbeker Hauptdeichs. Nandor Olah (Erziehungs-wissenschaftler), Alexander Grieschat (Veranstaltungs-kaufmann) und Stefan Hoch (Grafiker) – allesamt aktiv in subkulturellen Projekten in Harburg – malten sich aus, wie schön eine große, triste und graue Flutschutzwand wirken könnte, wäre sie bunt und voller malerischer Geschichten. Aber wem gehört eigentlich die Wand? Wer verwaltet sie? Wen müsste man fragen? 

Man wandte sich an lokale Politiker und dann an den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und sandte ein Konzept. Ergebnis: Absage. Farbe könnte den Beton angreifen und die optische Wirkung als Flutschutzwand dürfe nicht verloren gehen.

Zwei Jahre und viele Gespräche und Medienartikel später aber wurde der Idee nachgegeben. Und mit der Gründung des Vereins GroßstadtRaum e.V. wurde dieser dann berechtigt, Künstler*innen zur offiziellen Wandgestaltung einzuladen.

Seither ist der Bostelbeker Hauptdeich zur größten offiziellen Graffiti-Wand Hamburgs geworden. Auf 500 Meter Länge haben seither Künstler*innen aus ganz Deutschland ihre temporäre StreetArt praktiziert. Und weder hat es dem Beton geschadet noch ist es den Ordnungskräften ein Dorn im Auge. Im Gegenteil: in einer Zwischenbilanz wurde attestiert, wie ordentlich und kontrolliert Graffiti dort praktiziert wird.

Und auch wenn die Kunst immer nur temporär zu sehen ist: sie ist steter Ausdruck des Zeitgeistes.   

Adresse: Bostelbeker Hauptdeich 2, 21079 Hamburg-Heimfeld

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Lebenswelten

So., 23. Jun., 14 Uhr: Kunststätte Bossard

Bossardweg 95 | 21266 Jesteburg

Führung durch die Ausstellung “Lebenswelten”

Lebenswelten das private Leben des Künstlerehepaars Bossard

Das private Leben des Künstlerehepaars Bossard und das Leben an der Kunststätte stehen im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung.

Zwischen 1911 und 1950 verbindet Johann Michael Bossard, ab 1926 gemeinsam mit Jutta Bossard (1903–1996), verschiedene Künste zu einer großen Einheit, zu einem Gesamtkunstwerk. Wichtiger Bestandteil dieser Idee ist auch der Mensch.

Die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Gästen sind hier jedoch nicht nur künstlerisch tätig, sondern sie be-streiten ihr Leben, ihren Alltag. Selbstversorgung ist auf-grund der ländlichen Lage eine Notwendigkeit. Anzucht von Gemüse und Obst, Tierhaltung, aber auch der Anbau von Getreide oder Buchweizen gehören zum Alltagsleben dazu. Ebenso spielt das Kunsthandwerk eine große Rolle. Neben der Gestaltung von Textilien, wie Teppichen und Kissen für den Eigengebrauch, gestalten Bossards auch Porzellanservice.

Das private Leben, der Alltag an der Kunststätte Bossard, steht im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung. Wer waren die Bewohnerinnen und Bewohner der heutigen Kunst-stätte? Wie sah ihr Leben hier aus? Diesen »Lebenswelten« im Kontext der Entwicklung der Idee von der Wohn- zur Kunststätte spüren wir nach.

Ausstellungsdauer: 02. Jun. 2024 – 10. Nov. 2024