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MSH – Fakultät Art, Health and Social Science

Direkt am westlicher Bahnhofskanal gelegen diente das Gebäude ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Palmölverarbeitung, später der Seifenfabrikation und ist ein charakteristischer Ort des Harburger Binnenhafens. Die Pflanzenölverarbeitung war neben der Gummi-industrie ein wesentlicher Wirtschaftszweig des Harburger Binnenhafens. Mit dem Einzug der Fakultät Art, Health and Social Science der MSH Medical School Hamburg im Jahr 2016, wurden achtsamen die Fabrikräume in Ateliers und Seminarräume verwandelt und die historischen Spuren würdigen bewahrt.

Die Fakultät Art, Health and Social Science umfasst das Spannungsfeld zwischen Kunst, Gesundheit und Sozialwissenschaften. Eine partizipativ künstlerisch ästhetische und interdisziplinäre Perspektive prägt den Charakter ihre Auseinandersetzungen mit zeitaktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen, sowohl in der Lehre, wie auch in der Forschung. Dies spiegelt sich in innovativen Studiengängen wie „Epressive Arts in Social Transformation (EAST)“. Dieser künstlerische Studien-gang qualifiziert für die künstlerisch-partizipative Begleitung von Entwicklungs- und Veränderungspro-zessen in sozial-gesellschaftlichen und kulturell-bildenden Feldern, wie auch für die individuelle Entwicklungsbegleitung. Den praxisorientierten Studiengang EAST zeichnet ein erweiterter Kunst- und Kulturbegriff aus und verbindet dies mit der Sozialraumperspektive. 

Künstlerisch therapeutische Studiengänge, Soziale Arbeit, Frühförderung und Sexualwissenschaften sind weitere Studiengänge der Harburger Fakultät Art, Health and Social Science der MSH.

Alle Studiengänge sind geprägt von der Grundhaltung des erfahrungsgeleiteten Lernens und ihre partizipativen Projekte bewegen sich auf unterschiedlichen Wegen und Ebenen vom Schellerdamm 22 aus ins Quartier Harburg und suchen die Nähe zu den Menschen und den Akteuren und Initiativen im künstlerisch kulturellen und Sozialen.

In der Hafencity können an der MSH Medical School Hamburg viele weitere Studiengänge studiert werden.

MSH Medical School Hamburg, Schellerdamm 22,

21079 Hamburg-Harburg

KAP24 – Künstlerische Abschluss Präsentationen 2024

Die Ausstellung KAP24, Künstlerische Abschluss Präsentationen 2024, geben einen Einblick in die diversen künstlerisch-sozial oder künstlerisch-therapeutischen Studiengänge der Medicalschool Hamburg in den Räumen des Arts and Social Change Campus im Schellerdamm 22 in Hamburg Harburg. Die Studierenden der Studiengänge EAST BA (Expressive Arts in Social Transformation), Kunsttherapie BA, Musiktherapie BA und Intermediale Kunsttherapie MA zeigen im Rahmen dieser Veranstaltung ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Zu erleben sind diverse künstlerische Arbeiten aus den Bereichen Bildender Kunst, Musik, Sound, Poesie, und Performance. Seien sie gespannt mit welchen Strategien und Werken die Student*innen sich dem öffentlichen Diskurs stellen.

Sa., 29. Jun., 16-20 Uhr, MSH Campus Arts and Social Change (3. OG), Schellerdamm 22, 21079 Hamburg-Harburg, Eintritt frei!

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Stadtmuseum Harburg

Das Lokale Museum

Das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg geht in seinen Ursprüngen auf den 1898 gegründeten Museumsverein für den Stadt- und Landkreis Harburg zurück. In seiner mehr als 120-jährigen Geschichte hat sich das Museum zum Archäologischen Landesmuseum der Freien und Hansestadt Hamburg und zum Stadtmuseum Harburg (vormals Helms-Museum) entwickelt.

Das Stadtmuseum Harburg beschäftigt sich mit der spannenden und wechselhaften Geschichte der bis 1937 selbstständigen Stadt Harburg von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Zu den „Harburgensien” aus mehr als 120 Jahren Museumsgeschichte gehört eine umfangreiche Sammlung von Fotografien, Gemälden, Grafiken, Plänen, Karten, Schützensilber, Militaria und Schriftgut.

Brigitte Nolden – Parallele Welten

Brigitte Nolden – Brückenbau
Künstlerin Brigitte Nolden

Aus Anlass ihres 80. Geburtstages zeigt das Stadtmuseum Harburg eine große Retrospektive des künstlerischen Schaffens der Hamburger Künstlerin Brigitte Nolden. Brigitte Nolden wurde als Tochter des Silhouettisten Harry Nolden 1944 in Celle geboren. Sie besuchte die Werkkunstschule Hamburg (1962-66), hielt sich in Rom und Prag auf und gründete 1969 das ATELIER NOLDEN. 1972 erhielt sie den Lehrauftrag „Farbe und Form“ an der Fachhochschule Hamburg, 1990 besuchte sie Indiana (USA), ab 2002 mehrfach Peloponnes. Seit 2009 lebt sie in Rosengarten. Sie hat seit 1982 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Europa und auch den USA

Harburg ist die Stadt, in der Brigitte Nolden aufwuchs und der sie bis heute verbunden ist. Die Industrielandschaft dieses Stadtteils faszinierte sie schon als Kind, und ist immer noch eine stetige Inspiration für ihre Arbeit: Der Harburger Hafen mit seiner Industrie- und Maschinenthematik flossen ebenso in ihre Bilder ein, wie mythologische Themen. In der Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiger Bilderkosmos: Gemälde aus der Harburger Frühzeit der Künstlerin werden aktuellen Arbeiten gegenübergestellt.

Brigitte Nolden ist dem Museum seit vielen Jahren eng verbunden und schon 1994 und 2014 wurden in Sonderausstellungen ihre Werke präsentiert. In der neuen Schau „Brigitte Nolden – Parallele Welten“ zeigt das Museum nun auf drei Etagen mehr als hundert ihrer Werke aus über sechs Jahrzehnten.

Die Ausstellung läuft vom 31. Mai bis zum 08. Sept.

Adresse: Museumsplatz 2 | 21073 Hamburg-Harburg

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walls can dance

Walls Can Dance will Brücken schlagen: Der Hamburger Stadtteil Harburg steht seit Jahren vor einer großen Herausforderung: Wie lässt sich die räumliche Trennung der zwei zentralen Stadtteile “Innenstadt” und “Binnenhafen” durch eine Bahn- und Autotrasse aufheben? Mit Walls Can Dance entstehen beidseitig der Trasse künstlerische Fassadengestaltungen und schaffen so symbolisch eine Verbindung. Gemeinsam mit den InitiatorInnen von Walls Can Dance geht es im Rahmen der Führung, den Kunstwerken folgend, von der Harburger Innenstadt hinüber in den Binnenhafen. Die Macher*innen berichten dabei über Hintergründe und Wissenswertes zu den einzelnen Kunstwerken und Künstler*innen.

Urban Art Institute Hamburg e.V. 

Das Urban Art Institute e.V. fördert und pflegt zeitgenössische Erscheinungsformen von Kunst und Kultur im städtischen Raum. Der 2016 gegründete, gemeinnützige Verein will durch Kunstprojekte zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen und fördert den Austausch zwischen Künstlern, Bürgern und Insti-tutionen. Das Team handelt aus der Überzeugung, dass Kunst und Kultur wichtige Faktoren für eine soziale und inklusive Stadtgesellschaft darstellen und agieren in diesem Sinne.

Hinter dem Urban Art Institute e.V. steht ein interdisziplinäres Team, dessen Mitglieder in den unterschiedlichsten Berufsfeldern zuhause sind: u.a. Bildende Kunst, Eventmanagement, Fundraising, Geografie, Journalismus, Kunstvermittlung und Stadtplanung. Das Team um Jana Fux, Lukas Grellmann, Rudolf Klöckner, Alex Grieschat und Claudia Wondratschke verfügt über langjährige Erfahrung im Kuratieren von Kunstprojekten und Ausstellungen, im Projektmanagement sowie verschiedenen Techniken der Kunstvermittlung. Was alle verbindet: Die Leidenschaft für zeitgenössische Erscheinungsformen von Urban Art und ihr Wirken im städtischen Raum.

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Harburger Kunstpfad

Das hat kein anderer Hamburger Stadtteil zu bieten: Einen Kunstpfad, der sich durch die Innenstadt schlängelt und die markantesten 27 Kunstwerke des öffentlichen Raumes miteinander verbindet.

Zu erkennen ist der Pfad an den bronzenen Bodenmar-kierungen mit dem Schriftzug „Kunstpfad“. Die klassi-schen wie auch zeitgenössischen Werke sind nicht nur ein Spiegel der Kunstgeschichte, sie sind vor allem lesbare Stadtgeschichte. Prominente Künstler der Gegenwart reihen sich an die nun vergessenen, aber einst berühm-ten Künstler vergangener Zeiten – gemeinsam ist ihnen die enge Verbundenheit mit Harburg.

Anlässlich der SuedArt bietet das Stadtmuseum Harburg eine geführte Tour an, die spannende Details und Hintergründe zu den Kunstwerken vermittelt.

Der Harburger Kunstpfad wurde erstmals 1994 als Rundgang zu Kunstwerken im öffentlichen Raum ins Leben gerufen. Nachdem er einige Zeit in Vergessenheit geriet, wurde er 2007 durch die Initiative des einstigen Kulturredakteurs Ernst Brennecke, dem Kulturpolitik Siegfried Bonhagen und dem seinerzeit  neuen Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss wieder belebt und vergrößerte sich sogar. Mit Unterstützung der „Norddeutschen Affinerie“ (heute Aurubis) wurden tropfenförmige Wegweiser aus Kuper gegossen und in den Boden gesetzt und führen heute zu knapp 30 Kunstwerken mit eigener Geschichte, eigener Position und eigener Zeit.

Eine Broschüre des Museums aber auch eine Kultur-routen-App erläutern Hintergründe zur Kunst und ihren Urheber*innen.

Zur App hier. Zur gedruckten Kunstpfad-Broschüre hier.

Zu den Führungen zur SuedArt24:

Die., 18. Jun, 14 Uhr: Details

Die., 25. Jun., 14 Uhr: Details

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Alles wird schön e.V.


Seit 32 Jahren ist der Kunst und Kulturverein „Alles wird schön“ e.V. in Hamburg-Heimfeld mit vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Entwicklung des Stadtteils beteiligt. Die Angebote von „Alles wird schön“ sind überwiegend künstlerisch, kreativer Art.

Das Kulturzentrum liegt ganz im Süden Hamburgs, im Stadtteil Harburg- Heimfeld. Der Schwerpunkt des Kunst- und Kulturvereins ist die Förderung und Vermittlung von Kunst, Kultur und Teilhabe im Stadtteil. Und Teilhabe steht im Mittelpunkt – gerade jetzt.

Der Name „Alles wird schön“ entstand in einer Dunkelkammer mit einem Titelsatzgerät für Plakatüberschriften und wurde zum Vereinszweck ausgewählt.

Neben schönen Ausstellungsräumen verfügt der Verein auch über eine Onlinegalerie. Ausstellungen sind seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil seiner Angebote. Konzeptionell offen ausgerichtet, fördert man zeitgenössische Kunst und Künstler*innen. Einige von ihnen bezeichnen „Alles wird schön“ als „Soziale Plastik“, andere kennen sie nur als Galerie, man selbst sich eher als kreatives Experimentierfeld.

Das Zentrum sieht sich nicht am Rand, sondern direkt im Mittelpunkt – in einer Auseinandersetzung über Räumlichkeiten und Mittel, die erforderlich sind und verfügbar sein ­sollten. Als im Umkreis von „Alles wird schön“ vier Flüchtlingsunterkünfte entstanden, davon eine Erstaufnahmeunterkunft in unmittelbarer Nähe, engagierte sich der Verein mit Kleider- und Kinderspielzeugspenden, Infoveranstaltungen oder beteiligt sich an einem Fest in der Erstaufnahmeunterkunft in Zusammenarbeit mit der TUHH oder an einem Filmnachmittag für geflüchtete Kinder.

Auch künstlerisch wurde die Situation thematisiert: LIBERTY OR DEATH lautete der Titel der aktuellen Kunstausstellung von Tobias Waldt mit Bildern und Objekten zum Zeitgeschehen und Flucht und fügte sich damit inhaltlich gut in das Programm und der Arbeit von „Alles wird schön“ ein.

Der Verein unterstützt Menschen bei der Planung und Realisation ihrer Kulturprojekte und bietet Beratung z. B. für Antrag­stellungen an. Die Räume in der Friedrich-Naumann-Straße sind für jeden offen und können auch von Interessengemeinschaften und Lerngruppen genutzt werden. Insgesamt stehen 140 Quadratmeter – inklusive Küche, Büro und

Friedrich-Naumann-Str. 27  |  21075 Hamburg  

Tel.: 040/766 60 49
info@alleswirdschoen.de  |  http://www.alles-wird-schoen-e-v.de

Flüchtige Landschaften

(Sanna Duschek)

Sanna Duschek ist eine finnische Künstlerin und lebt und arbeitet in Hamburg seit 10 Jahren. Sie beschäftigt hauptsächlich in ihren Werken mit Natur, Umwelt, Klimawandeln wie auch Veränderung und Vergänglichkeit. Erinnerungen und Träumen spielen eine wichtige Rolle in ihre Werke. Unsichtbar zu sichtbar machen und umkehrt. Bedeutend in ihren Werken sind Farben und Strukturen.

Sanna Duschek arbeitet hauptsächlich mit Öl, Acryl und Aquarell. Ihr Atelier liegt in der Friedrich-Naumann-Staße 32, das sie zusammen mit  dem Bildhauer Dietmar Schaz nutzt.

Die „Flüchtigen Landschaften“ der aktuellen Ausstellung bilden sich aus Erinnerungen von Bahnreisen, Wanderungen und Spaziergängen. Flüchtig wie Träume und Wahrnehmungen von außen in Bewegung und Stillstand.

Wie fühlt es sich an in der Bahn zu sitzen mit augenblicklich sich verändernden Landschaften?

Aus dem Zugfenster in schneller Fahrt sich verbindende einzelne Punkte zu Linien und einzelne Farben zu etwas Neuem. Verändern wir uns auch

dabei? Wie viel unserer gesehenen Landschaften beeinflusst uns? In

Gegenwart und in Vergangenheit. Wir leben in unfertigen Gegenden.

Die Ausstellung läuft vom 1. bis zum 15. Juni 2024.

ZodelCut

Willi Zodel alias Dietmar Schaz

Kunst und Fußball-EM – das kann sich auf ungewöhnliche Art und Weise befruchten.

„Möge das Beste gut abschneiden“, hat sich auch Dietmar Schaz alias Willi Zodel dann auch gesagt und die Scheere zerteilt die Fußballsticker zu langen Schlangen und schafft dadurch Raum. Von der Nasenspitze über die Augenhöhle zum Haarscheitel hin zu uniformierten Nationaltrikots.

Beim Stein: der Stein wird eingeschnitten, mit einer Flex brechen die Einschnitte die Runde Form des Steins gibt dem Stein Gesicht. In wenigen Sekunden schneidet die Trennscheibe die Form der durch Eiszeiten und dem Weg hierher abgerundeten Form, schafft einen neuen Blick wie auf Flusssteine, diese kleinen Findlinge.

Dietmar Schaz zerschneidet den Stein und Willi Zodel den Fußballsticker, so dass sich alles wieder zu einer Person fügt: Der Person des Bildhauers.   

Die Leichtigkeit in der Arbeit mit Papier und Scheere ist für Zodel Erholung und Inspiration zugleich für die Arbeit in Stein. Der Ball schnitt sich seinen Weg zwischen den Gegenspielern ins gegnerische TOR!

Dietmar Schaz alias Willi Zodel lebt und arbeitet in Hamburg als Bildhauer, Steinmetz und freier Künstler. Er wurde 1965 in Tuttlingen/Donau geboren und machte in Meßkirch seien Ausbildung zum Steinmetz. Kunst studierte er erst ab Mitte der 90er Jahre in München und Hamburg. Zuvor initiierte er einige Jahre das Projekt „Walddörfer Wanderwege – WWW“, das Wanderwege mit Findlingen kunstvoll ausschmückte. Er war 2016 Mitbegründer des Comic-Büros Hamburg und stellt seit Jahren regelmäßig an diversen Orten in Hamburg aus.

Während der Ausstellung finden auch Live-Übertragungen der Fußball EM in der Galerie statt und es bietet sich auch die Möglichkeit Pannini-Sammelbildchen zu tauschen oder zu zerschneiden.

Vom 28. Juni – 14. Juli


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Schloss Agathenburg

In dem kleinen Ort Agathenburg, erreichbar über die S5 Richtung Stade, leben circa 1.300 Menschen. Das gleichnamige barocke Backsteinschloss wurde 1655 von dem schwedischen Gouverneur Hans Christoph Graf von Königsmarck erbaut. Der Betrieb und Erhalt der denkmalgeschützten Anlage, zu der auch ein Park, Nebengebäude und ein historischer Pferdestall zählen, liegen seit 1992 in den Händen einer Stiftung bürgerlichen Rechts, die sich die Durchführung von Ausstellungen, Konzerten, Lesungen und anderem zur Aufgabe gemacht hat. Die historische Dauerausstellung beleuchtet das barocke Leben der ehemaligen Besitzerfamilie. Mit Kindergeburtstagen, die um historische Themen kreisen, werden Kinder ab sechs Jahren für Kulturgeschichte sensibilisiert. Im buchbaren Schulprogramm fördert Schloss Agathenburg auch bei älteren Kindern ein interdisziplinäres Verständnis für Geschichte und Kultur. Die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und die Geschichte des Schlosses sind Grundsteine der Vermittlung, z.B. bei ART & APERITIF mit der Kuratorin oder der Kunst-Werkstatt mit bildenden Künstler*innen. Ziel ist es, das Schloss und seine Geschichte zu bewahren und durch Dialoge, Diskussionen und Denkanstöße lebendig zu halten. Das Schlosscafé und der Museumsshop runden den Besuch ab.

Die Ausstellungen widmen sich hauptsächlich aktuellen Tendenzen der Gegenwartskunst. Das Programm ist nicht einer bestimmten Kunstrichtung oder einem künstlerischen Ausdrucksmittel verpflichtet, sondern stellt unterschiedliche Positionen der zeitgenössischen Kunst vor. Besonders berücksichtigt werden thematische Konzepte, die sich auf die Charakteristika der Schlossanlage beziehen, auf die Architektur, die verwendeten Baustoffe, die umgebende Landschaft und den angelegten Park. Die Kunstvermittlung wird von Anfang an mitgedacht, sodass die Schlossräume zu einem Raum für Diskussion, Erforschung und Befragung werden.

Öffnungszeiten: Die – Fr: 14 – 18 Uhr
Sa., So. und Feiertage: 11 – 18 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung

Eintritt: 6 € / ermäßigt: 4 €

Für Kinder & Jugendliche bis 18 Jahre und Mitglieder des Freundeskreises Schloss Agathenburg e.V. freier Eintritt

Ermäßigung für Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Schwerbehinderte, Leistungsempfänger*innen nach SGB II & XII, Teilnehmende des Bundesfreiwilligendienstes, FSJler*innen, Inhaber*innen der Ehrenamtskarte, Gruppen mit gebuchten Führungen sowie jede Gruppe ab 15 Personen.

LUFTSCHLÖSSER”

von Birte Bosse, Alice Gericke, Christian Haake, Conrad Hübbe und Christian Jankowski

Anne Dingkuhn – Luftschlösser

Luftschlösser bauen – das bedeutet so viel wie Hirn-gespinsten nachgehen, aber auch sich verrennen oder im Gegenteil selbstvergessen vor sich hinträumen. Ein Luftschloss steht für etwas, das nur in der Fantasie existiert. Wie können Luftschlösser in der Kunst sichtbar gemacht werden? Ausgehend von einer Lichtinstallation des Künstlers Christian Jankowski werden weitere vier Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Christian Jankowski hatte Bauarbeiter, die mit der Konstruktion des Hotels Château Royal in Berlin beschäftigt waren, gebeten, ihr eigenes imaginäres Schloss zu zeichnen. Heraus kamen vereinfachte Zeichnungen auf liegengebliebenen Gebäudeplänen, die er anschließend reingezeichnet und schließlich in eine Neon-Lichtarbeit umgesetzt hat. Als Auftakt zur Ausstellung soll an der Fassade von Schloss Agathenburg solch eine Schloss-Zeichnung nach außen und innen wirken. Nachts wird sie schweben wie im Traum, tagsüber leuchtet ein Schloss auf dem Schloss. Insgesamt wird es eine Ausstellung mit suchenden Linien, Spuren und Andeutungen, mit fragilen Papierarbeiten, einem rätselhaften Film und Skulpturen aus sich nach oben windenden Eisenstangen.

Ausstellungsdauer: 27. April – 23. Juni 2024

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Kunstinsel Buxtehude

Schwimmende Kunst

Seit 2009, als der Künstler Jürgen K.F. Rohde die Idee zu einer „Kunstinsel“ hatte, stellen Künstler der Region auf einer Plattform ihre Kunstwerke ins Wasser des Flusses. So schwimmt die Kunst auf der Este, aber sie schwimmt nicht davon. Ganz unterschiedlich sind die Exponate, immer wieder anders wirken sie auf der schwankenden Oberfläche, doch stets haben sie ein Jahr Zeit, um sich den Buxtehudern und den Gästen der Stadt zu zeigen.

Seit 2009 waren neben Rohde selbst Folkert Bockentien, Christa Mücke, Michael Jalowczarz, Dorota Albers, Christa Donatius, Gundula Menking, Peter Schmidt, Uwe Schloen, Thomas Werner,  Barbara Lorenz Höfer und Johannes Caspersen beteiligt.

Ort: Este, Höhe Stadtpark (über Bahnhofstraße erreichbar)

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Kunstverein Buchholz

“Most art says nothing to most people”

Diese provokante These des Künstlers Heath Bunting hat sich der 2001 gegründete Kunstverein Buchholz auf die Fahnen geschrieben. Freilich mit einer gewissen Selbstironie. Denn der Kunstverein sieht seinen Auftrag durchaus darin, das Gegenteil unter Beweis zu stellen: er will die Menschen an die Kunst heranführen und Begeisterung wecken.

Die Kommunikation soll unter den Mitgliedern und Besuchern angeregt werden. Mithin ist es das Anliegen des Vereins, einen inhaltlich diskursiven, einen lebendigen und vitalen Ort zu schaffen.

Das Ausstellungsprogramm präsentiert in erster Linie überregionale, künstlerische Positionen, die auf unterschiedliche Weise in einem deutlichen und somit verbindlichen Verhältnis zu ihrer Zeit und einem sowohl persönlich reflektierten wie auch soziokulturellen Umfeld arbeiten.

Auch die regionale Kunst- und Kulturszene zeugt von großem künstlerischen Potential, ihr wird einmal jährlich ein Forum geboten. Der Kunstverein Buchholz sieht die Vermittlung als wichtige Aufgabe an. Dies wurde von der Stadt Buchholz/Nordheide 2011 ebenso gesehen und mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichnet. 

Neben den Ausstellungen tragen Vorträge und Exkursionen zu Akzeptanz und Offenheit gegenüber – auch ungewöhnlichen – künstlerischen Ausdrucksformen bei.

Nicht zuletzt die vielfältigen Aktivitäten des Kunstvereins, sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturinitiativen, u.a. Piazza Cultura (Buchholzer Stadtfest), leisten einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Identitätsfindung der Stadt Buchholz und des Landkreises Harburg.

Öffnungszeiten: Die-Fr: 16-18 Uhr | Sa-So: 12-17 Uhr

Kirchenstr. 6, 21 224 Buchholz Nordheide,

Tel.: 0176 – 630 283 76

Elke Kegel-Judis

Spuren von Zeit

Elke Kegel-Judis – Schattenfigur im Gemäuer, 2014

Elke Kegel-Judis (Jg. 1938) wurde in Berlin geboren, studierte an den Kunsthochschulen Hamburg (Prof. Kurt Kranz, Karl Kluth) und Berlin (Prof. Hann Trier) sowie der Universität Hamburg. Sie leitete von 1973 bis in die 90er Jahre die GALERIE JOLKA in Buchholz, die regionale Künstler mit Ausstellungen im eigenen Wohnraum förderte. Sie war Dozentin für Malerei an der Volkshochschule in Hittfeld, Kunsterzieherin am Gymnasium Am Kattenberge, Buchholz hatte seit 1989 ein Sommeratelier in Vissec im franz. Languedoc, lebt und arbeitet in Buchholz.

Der Kunstverein Buchholz ehrt sie mit der Ausstellung „Spuren von Zeit“ für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für Kunst und Kultur. Elke Kegel-Judis war Ideengeberin für Kunstausstellungen, für Gründungen von Künstlergruppen oder Buchveröffentlichungen. Ihre eigene Kunst (Öl, Acryl, Aquarell, Radierung) hat sie nie in den Vordergrund gestellt. Vielmehr war ihr daran gelegen, junge aufstrebende Künstler zu unterstützen und zu fördern.

Sie war beteiligt an Katalogveröffentlichungen des BBK Hamburg, der SEEVETALER Künstler und am Buch „Kunst in Buchholz“ sowie an weiteren Büchern wie „Bildende Kunst im Landkreis Harburg“ und der Sammlung hit-Technopark Hamburg Kunst verbindet.

Ihre Bilder sind im Besitz der Stadt Buchholz und den Buchholzer Partnerstädten Canteleu und Järvenpää. Seit 2001 ist sie in der Artothek der Stadtbücherei Buchholz vertreten.

Im Kunstverein Buchholz und im Geschichts- und Museumsverein ist Elke Kegel-Judis‘ Rat gefragt und gewünscht.

Ausstellung vom 16.– 30. Juni 2024

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Kunstverein Harburger Bahnhof

Der Kunstverein Harburger Bahnhof befindet sich direkt im Bahnhof Hamburg-Harburg über dem Fernzuggleis 3. Er wurde 1999 von den ortsansässigen Künstlern Udo Dettmann und René Havekost mit Unterstützung von Dr. Dieter Bobbert und Dr. Hanns Kippenberger gegründet.

In den eindrucksvollen Räumlichkeiten des ehemaligen Wartesaals 1. und 2. Klasse mit historischer Kassetten-decke werden auf rund 300 qm regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt.
Anfänglich lag der Schwerpunkt auf Malerei (u.a. die große Franz Gertsch-Ausstellung im Jahr 2000).  Unter seinen unterschiedlichen Kurator*innen Wilhelm Figger, Nina Möntmann, Mathias Güntner und Ulla Lohmann entwickelte sich das Programm zunehmend dahin, Entwicklungen der Gegenwartskunst auch medien-übergreifend darzustellen und themenbezogen Fragestellungen der künstlerischen Produktion zu vermitteln. Gruppenausstellungen wie „Eigene Systeme“ (2002), „Plattform Taubenstrasse“ (2003), „Selbstporträt/Identität“ (2004) oder „Pflanzendialoge“ (2006) zeugen davon.
2007 veranlasste Tim Voss als neuer künstlerischer Leiter, seit 2008 gemeinsam mit Britta Peters, abermals eine Verschiebung der Ausstellungspraxis: nun stand der Versuch, den Zugriff zeitgenössischer Künstler*innen und –gruppen auf gesellschaftliche relevante Themen nicht durch eine Zusammenstellung von bestehenden Werken zu repräsentieren, sondern anhand von komplexen Installationen unmittelbar erfahrbar zu machen. Über zwei Jahre war so der Ausstellungszyklus „Reihe:Ordnung“ angelegt.

2010 wurde unter der Leitung von Britta Peters und Marie Luise Birkholz die Ausstellungsebene durch im MAGAZIN bereitgehaltenen Bücher, Bilder, Texte und Informationen erweitert. Ab 2011 widmeten sich Isabelle Busch und Franziska verstärkt einem internationalen Programm. Unter Anna Sabrina Schmid entstanden ab 2014 raumgreifende Einzelausstellungen und Neuproduktionen mit internationalen Künstler*innen. Das Programm von Lisa Britzger und Jennifer Smailes (2016-18) interpretierte den Kunstverein dann als Raum, der als Teil des Systems der Kunst in verschiedene gesellschaftliche Strukturen eingebunden ist.

Kunstverein Harburger Bahnhof

Im Fernbahnhof über Gleis 3 / 4

Hannoversche Straße 85, 21079 Hamburg-Harburg

Öffnungszeiten: Mi – So: 14 – 18 Uhr, Eintritt frei

Noémi Barbaglia – The Hallway

Noémi Barbaglia – Serious Sediction II, 2022 (Foto: Helge Mundt)

Die junge Bildhauerin Noémi Barbaglia wird im Kunst-verein Harburger Bahnhof ihre erste institutionelle Einzelausstellung feiern. Für die Ausstellung entsteht eine neue Arbeit, die sich mit der besonderen des Kunst-vereins im Bahnhof auseinandersetzt und zugleich die Eigenschaft des Ausstellungsraums als Heterotopie thematisiert. Barbaglias großformatige Skulpturen aus Glasfaser und Kunstharz sind in einem Schwebezustand zwischen Leichtigkeit und Gewicht, Transparenz und Opazität.

Mit seiner gläsernen Eingangstür und dem prinzipiell freien Eintritt scheint der Kunstverein ein durchlässiger und zugänglicher Ort zu sein. Gleichwohl muss man beim Betreten unsichtbare Schwellen übertreten, die den institutionellen Rahmen abstecken und das spezifische Regelwerk eines Kunstortes vom umgebenden Alltag abgrenzen. Michel Foucault hat für solche Orte den Begriff der Heterotopie geprägt, Orte, an denen in besonderer Weise gesellschaftliche Verhältnisse reflektiert, repräsentiert, negiert oder umgekehrt werden. Im Kunstverein Harburger Bahnhof kommt die Architektur des Ausstellungsraumes hinzu, die noch von seiner einstigen Nutzung als Wartesaal der 1. und 2. Klasse spricht – große Pilaster zwischen den riesigen Fenstern, reichhaltige Stuckornamente und eine bemalte Holzkassettendecke. Zugleich liegt dem Saal der Grundriss einer einfachen Hallenkirche zugrunde, sodass der Raum eine spürbare Sichtachse und Theatralität besitzt. Barbaglia wird sich in einer neuen raumgreifen-den Installation mit diesen Eigenheiten des Ortes, seinen Einschreibungen und Regeln auseinandersetzen.

Als zentrale Metapher nutzt Barbaglia den Schleier, der das Innen und Außen, das Davor und Dahinter sowie unsere eigene Position zu ihm thematisiert, was sich in Harburg auf den Ausstellungsraum übertragen wird.

Ausstellungsdauer: 01. Jun bis 25. Aug. 2024

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Kunstinitiative TUHH

Einst Kaserne – heute Hauptgebäude der TUHH

Kunst an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) hat Tradition. Schon in den 90er-Jahren hatte das Engagement einer Arbeitsgruppe aus Studierenden und Künstlern, gefördert von Professoren und anderen Hochschulangehörigen, zu einer großen Ausstellung auf dem Campus geführt: „Die unbekannte Größe“, die sich mit dem Thema Kunst und Technik auseinandersetzte.

Der Höhepunkt dieser Auseinandersetzung war das DFG geförderte Graduiertenkolleg Kunst und Technik.

In dieser Zeit wurde auch die Arbeit „Wende 80“ der Konzeptkünstlerin Hanne Darboven im Gebäude M installiert. Diese Arbeit ist als „Kunst am Bau“ an die Universität gekommen. Kunst am Bau hat in der Bundesrepublik eine lange Tradition, die bis in die Weimarer Republik zurückreicht. Seit der Empfehlung des Deutschen Bundestages 1950, bei allen Bundesbauten einen festen prozentualen Anteil der Bausumme für Kunst einzusetzen, sind im Auftrag des Bundes mehrere tausend Kunstwerke entstanden. So sind auch weitere verschiedene Kunstwerke von Berto Ladera, Maria Pirwitz, Dorothe Schweitzer, Alfred Mahlau, Peter Friedl oder Chui Wang auf diesem Weg oder durch Schenkungen in den Besitz der TUHH gelangt.

Die Kunstinitiative führt diese Tradition fort und hat sich zum Ziel gesetzt, die Kunst- und Kulturszene Harburgs den Studierenden und Mitarbeitern der TUHH näher zu bringen und bietet zu diesem Zweck Führungen z.B. durch die Sammlung Falckenberg, dem Kunstverein Harburger Bahnhof und dem Archäologischen Museum/Stadtmuseum Harburg an.

Mit der Eröffnung des Hauptgebäudes finden seit 2012 zudem zusätzlich wechselnde Ausstellungen statt, womit die TUHH sich zu einem festen Bestandteil der Hamburger Kulturszene etabliert hat.

Adresse: Schwarzenberg-Campus 1, 21073 Hamburg-Harburg