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SuedArt-Termine

INNENstadtDIALOGE

Fr., 21. Jun., 17 Uhr: Kulturwohnzimmer

Lüneburger Str. 1a (Gloria-Tunnel)| 21073 Hamburg-Harburg

Zur SuedArt dreht sich im Kulturwohnzimmer alles um die kreative Ko-Produktion, den Dialog und das Entstehen von Nachbarschaftlichkeit und Zukunftsvisionen. 

Zahlreiche in den letzten Jahren entwickelte, getestete und verfeinerte Formate des gemeinsamen künst-lerischen Gestaltens liefern spannende Einblicke in das Harburger Stadtteilleben und die Kreativität seiner Bewohner*innen. 

Die Ausstellung umfasst sowohl verschiedenste Gemeinschaftswerke und -bilder, gemalt oder gesprüht, kleinformatig, mehrteilig oder riesengroß, als auch Serien und Werke lokaler Künstler*innen, Installationen, Musik und intermediale Jam-Sessions. 

Vom Harburger Bahnhof kommend, werden Besucher*innen schon in der Seevepassage, vor dem Gloria-Tunnel und in Richtung Lüneburger Straße blickend, von strahlenden Farben empfangen. Denn der Bauzaun am Neubauprojekt HAR6 ist das jüngste Gemeinschaftswerk und Ausstellungsstück im Sinne der INNENstadtDIALOGE. Geziert werden die rund 80m² von einem großen, vielschichtigen Gemeinschafts-Graffiti, initiiert und umgesetzt vom Kulturwohnzimmer e.V. in Zusammenarbeit mit über 100 Beteiligten, Passant*innen und spontan Entschlossenen. 

Am Tag der Vernissage bildet dieser Zaun den Ausgangs-punkt einer Reise in die dialogische Produktion von Gemeinschaftswerken. Der Gloria-Tunnel wird zur Galerie-Passage, verhüllt von riesigen, noch in der Pandemie entstandenen Werken, gemalt mit 1,5m langen Pinsel unter dem Projekttitel “mit-Abstand-Malen”. 

Begleitet von Jam Sessions, Licht und Videoinstallationen führt die Ausstellung in das Innere des Stadtteilateliers.  In 3 Räumen, bei Getränk, und Gespräch laden wir zum Eintauchen in die verschiedensten Bildwelten früherer Atelier Besucher*innen sowie zum Betrachten der Werke aktuell vor Ort aktiven Künstler*innen.

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In die Luft gezeichnet

Sa., 15. Jun., 15 Uhr: Schloß Agathenburg

Hauptstraße | 21684 Agathenburg

Kunst-Werkstatt mit Anne Dingkuhn

Zeichnen ist Vieles: Denken, Träumen und Raumnehmen. Als Spur macht die Zeichnung innere und äußere Be-wegung sichtbar. Als Gebilde ist sie aber auch Trägerin neuer Möglichkeiten, Ideen und Träume. Dazu muss sie nicht klassisch auf das Papier gebannt sein. Sie kann sich von der Fläche lösen, luftig werden oder sich mit Licht und Schatten in den Raum einschreiben…

Anlässlich der Ausstellung LUFTSCHLÖSSER werden wir das Medium Zeichnung experimentell nutzen, um unseren Tagträumen und Luftschlössern Raum zu geben. Licht, Luft und Bewegung sind dabei unsere Gestaltungs-mittel; ebenso wie durchsichtige Folien, auf denen wir zeichnen, oder Fundstücke und mehr, die wir zu hängenden Mobiles verarbeiten. Wer mag, bringt eine Taschenlampe mit!

Sa., 15. Juni, 15-17.30 Uhr, Gebühr: 15,- €

Anmeldung unter www.schlossagathenburg.de

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Orte & Ausstellungen

Habibi Atelier

Die Idee eines sogenannten Habibi Ateliers (arabisch für geliebtes Atelier) unter Sly K. entstand 2015. Zunächst handelte es sich um ein Projekt für Geflüchtete in unterschiedlichen Flüchtlingsunterkünften in Hamburg. Seit Ende 2016 hat sich die Zielgruppe deutlich vergrös-sert. Seitdem sind alle Harburger*innen seit Mai 2017 im Einkaufszentrum Harburg Arcaden willkommen. Die Grundidee ist, dass die Atelier-Türen für alle Menschen kostenlos offenstehen. 

Es handelt sich um einen Kunst-Begegnungsraum für alle Harburgerinnen und Harburger, die Lust haben, künst-lerisch aktiv zu werden. Egal, ob Schüler oder Senioren, Geflüchtete oder Einheimischer, mit oder ohne Handicap, alle können die barrierefreien Räumlichkeiten nutzen. Das Atelier bietet die Chance, dass geflüchtete junge Menschen mit Kunst-Studierenden sowie langjährigen einheimischen Künstlern aus Harburg zusammen-arbeiten und gemeinsam neue Ideen umsetzen und andere Techniken ausprobieren können. Das Atelier bietet einen Ort, an dem sich Personen begegnen und sich und ihre Kulturen kennenlernen können, die sich andernfalls wahrscheinlich nie begegnet wären und leistet somit einen großen Anteil zur alters- und kulturübergreifenden Integration und Inklusion in Harburg. 

Winter Kunst

Sly – Reise

In der Ausstellung “Winter” werden um die 8-10 Künstler*innen des Habibi Ateliers ihre Werke präsentieren. Im letzten Jahr ist im Habibi-Atelier viel passiert, es fanden mehrere Ausstellungen und Projekte statt. Zudem wurde das Atelier renoviert. Darum hat sich das Team seit Januar neben seinen täglichen Aufgaben zurückgezogen. Jetzt kann die Crew es kaum erwarten, die im Winter entstandenen Projekte zeigen zu können!
Gemalt wurde in Öl und Pastell. Außerdem wird es Collagen zu sehen geben!
Die Ausstellung wird am 14.06 um 15:00 im Habibi Atelier in den Arcaden Harburg eröffnet. Valerie, eine der sogenannten Habibis, wird eine Eröffnungsrede halten und in die Ausstellung einführen und wer will bekommt auch einen Wein. Am Montag, den 17.06, wird Luka einen Pastell Workshop anbieten, der offen ist für alle die teilnehmen möchten. Atelier-Initiator und -Leiter Sly wird der Ansprechpartner für alles weitere sein.

Adresse: in den Harburg Arcaden (OG), Lüneburger Str. 39, 21073 Hamburg-Harburg

Ausstellungsdauer: Fr., 14. Jun. – 20. Jun

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Orte & Ausstellungen

Kunsthaus Stade

Inmitten der Stader Altstadt werden in der pittoresken Atmosphäre eines historischen Fachwerkhauses Klassiker der bildenden Kunst ebenso wie junge künstlerische Positionen gezeigt. Hannah Höch, August Macke und Georges Braques sind Vertreter*innen des 20. Jahr-hunderts, denen deutschlandweit beachtete Ausstel-lungen gewidmet wurden. Darüber hinaus werden jährlich namhafte Gegenwartskünstler*innen vorgestellt, bislang etwa Thorsten Brinkmann oder Jonathan Meese, Daniel Richter und Tal R. Drei Ausstellungen pro Jahr laden ein Publikum von Jung bis Alt zu spannenden Kunsterlebnissen ein, die auf drei Etagen präsentiert werden.

Öffnungszeiten: Di, Do, Fr: 10-17 Uhr / Mi: 10-19 Uhr / Sa, So: 10-18 Uhr

Adresse: Wasser West 7 |21682 Stade

Marinella Senatore – together we stand

Marinella Senatore (Foto: Marco Anelli)

Die aus Italien stammende Marinella Senatore (*1977) ist international bekannt für ihre öffentlichen Paraden, die Tanz, Musik, Popkultur und Aktivismus verbinden und mit Menschen aus der Bevölkerung vor Ort entstehen. Ihre groß angelegten Umzüge, bei denen bereits über sieben Millionen in 23 Ländern mitgewirkt haben, machen neue Formen von Gemeinschaft erlebbar. Entgegen sich zuspitzender Logiken von Perfektion, Produktion und Erfolg geht es um die Erfahrung eines „gemeinsamen Herzschlags“, wie die Künstlerin sagt, und um eine „Wiedergutmachung auf der Straße“. Die Ausstellung zeigt Werke, die Senatore aus dieser DNA ihrer Paraden heraus entwickelt. Farbenfrohe Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Videos und Installationen befassen sich mit (historischen) Protestkulturen. Im Zentrum steht dabei der Körper als etwas, das immer auch öffentlich ist, individuell und kollektiv. Er ist ein Ort aktueller Krisen und birgt zugleich das Potenzial von Veränderung und Zusammenge-hörigkeit.

Parade in der Altstadt von Salzburg 2023 (Foto: wildbild, Herbert Rohrer)

Ein Schlüsselelement in Senatores Werk ist die Überzeugung, dass Kunst als Katalysator für sozialen Wandel fungieren kann. In einer Welt, in der soziale Nachhaltigkeit immer dringlicher wird, trägt sie mit ihrer Kunst dazu bei, eine inklusivere, engagiertere und resilientere Gesellschaft zu gestalten. Diese zentralen Aspekte sozialer Nachhaltigkeit sollen auch im Rahmenprogramm zur Ausstellung zum Tragen kommen.

Speziell zur SuedArt lädt die Künstlerin und das Kunsthaus Stade dann zum gemeinsamen Picnic auf der Wiese am Frelichtmuseum ein. Details.

Die Ausstellung läuft vom 08. Jun. bis 08. Sept.

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40 Jahre Artothek Buxtehude

Mi., 26. Jun., 19 Uhr: Altes Rathaus

Breite Str. 2 | 21614 Buxtehude

40 Jahre Artothek Buxtehude

Gespräch mit Torsten R. Lange (Kulturbüro Buxtehude), Marie-Theres Beinroth (Artothek Buchholz i.d.N.), Heiko Langanke (Kunstleihe Hamburg e.V.)

Artotheken: Zeit für Kunst – Kunst auf Zeit

In Buxtehude, Buchholz i.d.N. und Hamburg-Heimfeld gibt es Artotheken, also Kunstverleihe. Die Artothek Buxtehude feiert aktuell gar ihr 40-jähriges Bestehen.

Das Verleihen von Kunst entstammt einer Idee der 1920er Jahre, Kunst zu demokratisieren und allen zur Verfügung zu stellen. Für eine Weile nimmt man die Kunst ins persönliche Umfeld auf, setzt sich ganz individuell mit Technik, Motiv, Position auseinander und erhält zugleich einen Einblick in die meist lokale zeitgenössische Kunstszene. Die Ansätze sind verschieden und reichen vom Aspekt der Würdigung der lokalen Kunstszene bis hin zur niedrigschwelligen Kunstvermittlung. In Zeiten der share economy ein hochaktuelles Thema.

Das 40jährige Bestehen der Buxtehuder Artothek ist uns Anlass, alle drei Kunstverleihe der südlichen Metropolregion zu Wort und Bild kommen zu lassen, ihre unterschiedlichen Grundlagen und Arbeitsweisen kennen zu lernen und einen tieferen Einblick in ihre ergänzende Rolle zu im allgemeinen Kunstbetrieb bekommen.

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Iryna Kogan – Vilnius

Sa., 29. Jun., 18:30 Uhr: Kulturhaus Süderelbe

Am Johannisland 2 | 21149 Hamburg-Neugraben

Führung “Iryna Kogan – Vilnius”

Entdecken Sie die faszinierende Welt von Vilnius in einer Ausstellung, die dem Glanz und der Liebe zur Hauptstadt Litauens gewidmet ist. Die Bilder zeigen Vilnius, eine Stadt, eingebettet in Mythen, Kunst und dem Drang nach Freiheit. Tauchen Sie ein in die Legende um den litauischen König Gedemin und den eisernen Wolf, dessen mystisches Heulen einst den Grundstein für die Gründung Vilnius’ legte.

Die Ukrainerin Iryna Kogan lebt seit 2007 in Deutschland und führt mit der Ausstellung durch ihre persönliche Reise der Verzauberung und Zuneigung zu Vilnius. Als Hausärztin mit einer brennenden Leidenschaft für Kunst und Malerei, schöpft Kogan ihre Inspiration aus der Natur, antiken Städten, Mythologie und Geschichte. Die ausdrucksstarken Ölgemälde der Autodidaktin laden dazu ein, eine tiefe Verbindung zur Stadt Vilnius zu knüpfen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Jun.

Öffnungszeiten: Mo – Fr: 10.00 bis 17.00 Uhr

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Walls Can Dance

Fr., 14. Jun., 17:30 Uhr: S-Bahnstation Harburg

(Ausgang Moorstraße) |21073 Hamburg-Harburg

Mural Walk mit Rudolf Klöckner, Anmeldung: HIER

Walls Can Dance will Brücken schlagen: Der Hamburger Stadtteil Harburg steht seit Jahren vor einer großen Herausforderung: Wie lässt sich die räumliche Trennung der zwei zentralen Stadtteile “Innenstadt” und “Binnenhafen” durch eine Bahn- und Autotrasse aufheben? Mit Walls Can Dance entstehen beidseitig der Trasse künstlerische Fassadengestaltungen und schaffen so symbolisch eine Verbindung. Gemeinsam mit den InitiatorInnen von Walls Can Dance geht es im Rahmen der Führung, den Kunstwerken folgend, von der Harburger Innenstadt hinüber in den Binnenhafen. Die Macher*innen berichten dabei über Hintergründe und Wissenswertes zu den einzelnen Kunstwerken und Künstler*innen.

Teilnahme frei – Spende erbeten

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Brigitte Nolden – Parallele Welten

So., 16. Jun., 11 Uhr: Stadtmuseum HH-Harburg Museumsplatz 2 | 21073 Hamburg-Harburg

Aus Anlass ihres 80. Geburtstages zeigt das Stadtmuseum Harburg eine große Retrospektive des künstlerischen Schaffens der Hamburger Künstlerin Brigitte Nolden. Brigitte Nolden wurde als Tochter des Silhouettisten Harry Nolden 1944 in Celle geboren. Sie besuchte die Werkkunstschule Hamburg (1962-66), hielt sich in Rom und Prag auf und gründete 1969 das ATELIER NOLDEN. 1972 erhielt sie den Lehrauftrag „Farbe und Form“ an der Fachhochschule Hamburg, 1990 besuchte sie Indiana (USA), ab 2002 mehrfach Peloponnes. Seit 2009 lebt sie in Rosengarten. Sie hat seit 1982 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Europa und auch den USA.

Harburg ist die Stadt, in der Brigitte Nolden aufwuchs und der sie bis heute verbunden ist. Die Industrielandschaft dieses Stadtteils faszinierte sie schon als Kind, und ist immer noch eine stetige Inspiration für ihre Arbeit: Der Harburger Hafen mit seiner Industrie- und Maschinenthematik flossen ebenso in ihre Bilder ein, wie mythologische Themen. In der Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiger Bilderkosmos: Gemälde aus der Harburger Frühzeit der Künstlerin werden aktuellen Arbeiten gegenübergestellt.

Brigitte Nolden ist dem Museum seit vielen Jahren eng verbunden und schon 1994 und 2014 wurden in Sonderausstellungen ihre Werke präsentiert. In der neuen Schau „Brigitte Nolden – Parallele Welten“ zeigt das Museum nun auf drei Etagen mehr als hundert ihrer Werke aus über sechs Jahrzehnten.

Die Ausstellung läuft vom 31. Mai bis zum 8. Sept.

Ein besonderes Erlebnis für Besucher bietet der geführte Rundgang mit der Künstlerin Brigitte Nolden. Die Künstlerin führt durch ihre Ausstellung „Parallele Welten“, gibt Einblicke in ihre künstlerische Arbeit und lädt Besucher dazu ein, sich mit ihr über ihr Werk auszutauschen.

Termin: 16.06.2024, 11 – 12 Uhr

Kosten: 8 Euro (nur Eintritt) Anmeldung: 040 / 42871 2497

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Elke Kegel-Judis

So., 30. Jun., 11 Uhr: Kunstverein Buchholz i.d.N.

Kirchenstr. 6 | 21244 Buchholz i.d.N.

Elke Kegel-Judis – Finissage

Elke Kegel-Judis (Jg. 1938) wurde in Berlin geboren, studierte an den Kunsthochschulen Hamburg (Prof. Kurt Kranz, Karl Kluth) und Berlin (Prof. Hann Trier) sowie der Universität Hamburg. Sie leitete von 1973 bis in die 90er Jahre die GALERIE JOLKA in Buchholz, die regionale Künstler mit Ausstellungen im eigenen Wohnraum förderte. Sie war Dozentin für Malerei an der Volkshoch-schule in Hittfeld, Kunsterzieherin am Gymnasium Am Kattenberge, Buchholz hatte seit 1989 ein Sommeratelier in Vissec im franz. Languedoc, lebt und arbeitet in Buchholz.

Der Kunstverein Buchholz ehrt sie mit der Ausstellung „Spuren von Zeit“ für ihr jahrzehntelanges ehrenamt-liches Engagement für Kunst und Kultur. Elke Kegel-Judis war Ideengeberin für Kunstausstellungen, für Gründ-ungen von Künstlergruppen oder Buchveröffentlich-ungen. Ihre eigene Kunst (Öl, Acryl, Aquarell, Radierung) hat sie nie in den Vordergrund gestellt. Vielmehr war ihr daran gelegen, junge aufstrebende Künstler zu unter-stützen und zu fördern.

Sie war beteiligt an Katalogveröffentlichungen des BBK Hamburg, der SEEVETALER Künstler und am Buch „Kunst in Buchholz“ sowie an weiteren Büchern wie „Bildende Kunst im Landkreis Harburg“ und der Sammlung hit-Technopark Hamburg Kunst verbindet.

Ihre Bilder sind im Besitz der Stadt Buchholz und den Buchholzer Partnerstädten Canteleu und Järvenpää. Seit 2001 ist sie in der Artothek der Stadtbücherei Buchholz vertreten.

Im Kunstverein Buchholz und im Geschichts- und Museumsverein ist Elke Kegel-Judis‘ Rat gefragt und gewünscht.

Ausstellung vom 16.– 30. Juni 2024

Öffnungszeiten:  Di-Fr: 16-18 Uhr | Sa-So: 12-17 Uhr

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Franz Kaiser – „Oh schöne Welt“

Die., 18. Jun., 12:30 Uhr: Galerie 1565

Harburger Schloßstr. 13 | 21079 Hamburg-Harburg

Führung mit Andreas Winzer durch die Ausstellung.

Franz Kaiser (1888-1971) war ein vielseitiger Künstler mit einer ungewöhnlichen Biografie. Als kritisch kommen-tierender Zeitgenosse erlebte er zwei Weltkriege, die bewegten zwanziger Jahre, die NS-Zeit und die Jahre nach 1945, in denen sein Hauptwerk entstand. Seine künstler-ische Vielfalt präsentiert sich in Malerei, Collagen, Zeichnungen, Skulpturen, Keramik- und Holz-Arbeiten sowie Textilien. In einigen Sparten entwickelte er spezifische Techniken, um seine Ideen zu vertiefen, z.B. eine Brandtechnik für Collagen. Schon zu Lebzeiten fanden seine Werke interessierte Sammler, die wohl Bekanntesten waren Helmut und Loki Schmidt. Kaisers umfangreiches Werk wurde nach seinem Tod von Dr. Jürgen Winzer in Hamburg bewahrt, der ihm als Freund und Arzt nahestand. Seit 2017 setzt sich der „Freundeskreis Franz Kaiser“ dafür ein, den heute vergessenen Künstler und sein Werk mit über 1500 Arbeiten von Gemälden, Collagen, Reliefs, Stoffmalereien, Zeichnungen, Mischtechniken und Skulpturen zu würdigen.

Zwischenzeitlich befasste sich der Künstler zum Broterwerb mit angewandter Kunst und Kunsthandwerk. Seine selbstgewebten, künstlerisch hochwertigen Teppiche und Wandbehänge wurden zu Lebzeiten in verschiedenen Ausstellungen gezeigt.

Autodidaktisch eignete er sich die Technik der Holzverarbeitung und Keramikherstellung an, schnitzte Dekorationen, baute Möbel, brannte in einer umgebauten Teertonne große Gefäße, künstlerische Objekte und Gebrauchsgeschirr. Sie verhalfen dem asketisch lebenden Paar zum Überleben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Aug. 2024 zu sehen