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Heimfeld-Hall

Fotos: CLAASIK

Graffiti-Kunst nahm in den 1970er Jahren Schwung auf, gilt als klassische StreetArt und hat mit Banksy aktuell wohl den berühmtesten Repräsentanten. Dabei musste Graffiti lange gegen das Vorurteil der Schmiererei ankämpfen.

Die Idee kam 2008 bei einem Spaziergang entlang des Bostelbeker Hauptdeichs. Nandor Olah (Erziehungs-wissenschaftler), Alexander Grieschat (Veranstaltungs-kaufmann) und Stefan Hoch (Grafiker) – allesamt aktiv in subkulturellen Projekten in Harburg – malten sich aus, wie schön eine große, triste und graue Flutschutzwand wirken könnte, wäre sie bunt und voller malerischer Geschichten. Aber wem gehört eigentlich die Wand? Wer verwaltet sie? Wen müsste man fragen? 

Man wandte sich an lokale Politiker und dann an den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und sandte ein Konzept. Ergebnis: Absage. Farbe könnte den Beton angreifen und die optische Wirkung als Flutschutzwand dürfe nicht verloren gehen.

Zwei Jahre und viele Gespräche und Medienartikel später aber wurde der Idee nachgegeben. Und mit der Gründung des Vereins GroßstadtRaum e.V. wurde dieser dann berechtigt, Künstler*innen zur offiziellen Wandgestaltung einzuladen.

Seither ist der Bostelbeker Hauptdeich zur größten offiziellen Graffiti-Wand Hamburgs geworden. Auf 500 Meter Länge haben seither Künstler*innen aus ganz Deutschland ihre temporäre StreetArt praktiziert. Und weder hat es dem Beton geschadet noch ist es den Ordnungskräften ein Dorn im Auge. Im Gegenteil: in einer Zwischenbilanz wurde attestiert, wie ordentlich und kontrolliert Graffiti dort praktiziert wird.

Und auch wenn die Kunst immer nur temporär zu sehen ist: sie ist steter Ausdruck des Zeitgeistes.   

Adresse: Bostelbeker Hauptdeich 2, 21079 Hamburg-Heimfeld

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Sammlung Falckenberg

Die Sammlung Falckenberg in einer umgebauten ehemaligen Fabrikhalle

Die Sammlung Falckenberg umfasst mehr als 2.200 Werke von 450 Künstler*innen. Ihr Schwerpunkt liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst der letzten 40 Jahre, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Aufstand gegen die Eliten und das Kunstestablishment insbesondere in den USA und Deutschland entstanden ist. Die großzügigen Räume machen es möglich, größere Installationen und multimediale Projekte von Künstler*innen wie John Bock, General Idea, Thomas Hirschhorn, Mike Kelley, Jon Kessler, Sarah Lucas, Jonathan Meese und Gregor Schneider zu präsentieren. Neben der Sammlung werden auch hier regelmäßig umfangreiche Wechselausstellungen gezeigt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellungen.

Die Sammlung ist international mehrfach ausgezeichnet und setzt Akzente auf Außenseiter des Kunstbetriebs, die mit subversiven, oft genug ironischen bis hin zu sarkas-tisch-zynischen Betrachtungsweisen die traditionellen Vorstellungen einer Repräsentationskunst des Guten, Wahren und Schönen unterlaufen.

Harald Falckenberg (1943-2023) war Jurist und Unternehmer. 1999 wurde er Vorsitzender des Kunstverein Hamburg und baute seit 1994 seine eigene Kunstsammlung im „Pump-Haus“ in Fuhlsbüttel auf. 2001 zog diese in die eigens erworbene und umgebaute ehemalige Fabrikhalle der Phoenix-Gummiwerke in Hamburg-Harburg. Seit 2011 ist sie Teil der Deichtorhallen Hamburg.  

Besuchszeiten:

Jeden 1. Sonntag im Monat: 12-17 Uhr, ohne Anmeldung; Eintritt: 11,- € / 7,- € erm.

Freitags bis sonntags: Führungen nach Voranmeldung (außer am 1. So./Monat); Eintritt: 16€ / 13€ (ermäßigt)

Termine und Buchung: https://www.deichtorhallen.de/en/besuch

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Studierende ausgew. Hochschulen

Weitere Informationen: www.deichtorhallen.de

Adresse: Wilstorfer Str. 71, 21073 Hamburg-Harburg

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Marschtorzwinger Buxtehude

Der Marschtorzwinger wurde vermutlich 1539 errichtet. Er ist der letzte von fünf Rundtürmen, die an den Eckpunkten der Buxtehuder Stadtmauer die Befestigung verstärkten. Nachdem Ende des 17. Jahrhunderts die alten Festungsanlagen ihre Funktion verloren, verpachtete der Rat
die Gebäude an interessierte Bürger. Zuletzt war er nur noch als Lagerschuppen zu nutzen. Nachdem auch das Dach eingestürzt war, erwarb ihn 1914 der Museumsverein, um ihn zu erhalten. Anfang der 1930er Jahre führten diese Bemühungen zum Erfolg, so dass der Zwinger 1933 mit musealen Gegenständen eingerichtet zur Besichtigung freigegeben werden konnte. Nach zwischenzeitlichen Vermietungen bestand in den 1980er Jahren erneut Sanierungsbedarf. Auf der Grundlage eines Kooperationsvertrags finanzierte die Stadt die erforderlichen Baumaßnahmen und erhielt dafür ein Nutzungsrecht für 30 Jahre, das mittlerweile bereits um 10 Jahre verlängert worden ist. Seit der Eröffnung im Jahr 1986 wird der Marschtorzwinger für Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und Kinderveranstaltungen genutzt.

Foto: Daniela Ponath Fotografie

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Artothek ist vom 12. Mai bis 16. Juni die Jubiläumsausstellung “40 Jahre Artothek” im Marschtorzwinger zu sehen!

Die Ausstellung wurde von der Kuratorin Claudia Rasztar geleitet, die eine spannende Auswahl der Highlights der Artothek zusammengestellt hat: von den frühesten Ankäufen bis zu den neuesten Erwerbungen.

40 Jahre Artothek Buxtehude

Die Jubiläumsausstellung “40 Jahre Artothek” ist auch eine faszinierende Reise durch vier Jahrzehnte künstlerischer Vielfalt und kultureller Entwicklung zu werden. Kunstliebhaber*innen und Interessierte sind herzlich eingeladen, an diesem besonderen Ereignis teilzunehmen.

Adresse: Westfleth 59, 21614 Buxtehude

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Artothek Buxtehude

Seit 1984 gibt es in Buxtehude eine Artothek, d.h. einen städtischen Bilderverleih mit rund 500 Exponaten. Es handelt sich um zeitgenössische Grafik, Collagen, Radierungen, Aquarelle, einige Ölbilder, Bleistiftzeichnungen und Kleinplastiken.

Diese Einrichtung zur Belebung von Kunst und Kultur will den Benutzern die Möglichkeit geben, für ihre Wohn- und Arbeitsräume Kunstwerke über einen längeren Zeitraum gegen geringes Entgelt auszuleihen.

Dadurch wird den Interessenten nicht nur ein Bild oder eine Skulptur zum Schmuck ihrer Räume an die Hand gegeben, sondern auch eine Gelegenheit zur längeren und intensiveren Betrachtung und Beschäftigung mit dem Exponat.
Der Gesamtbestand der Bilder ist in einem Katalog aufgeführt, der alle wichtigen Angaben zu den Werken, wie Maler, Titel, Technik, Entstehungsjahr und Größe enthält und als PDF auf der webiste der Artothek heruntergeladen werden kann.

Für jedes ausgeliehene Kunstwerk wird ein Entgelt in Höhe von zurzeit 6,00 € für 3 Monate, 12,00 € für sechs Monate oder 24,00 € für ein Jahr erhoben.
In diesem Betrag ist die Versicherungsprämie enthalten.

Foto: Daniela Ponath Fotografie

Montag – Freitag 10-17 Uhr | Samstag 10–15 Uhr | Artothekskatalog – HIER!

Altes Rathaus | Breite Str. 2 | 21614 Buxtehude

 

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Artothek Buchholz / Nordheide

Artothek i.d. Stadtbücherei Buchholz

Kirchenstraße 6 | 21244 Buchholz i.d.N. | Tel.: 04181 – 214280

Die Stadtbücherei Buchholz betreibt seit 2016 ihre Artothek mit dem besonderen Schwerpunkt Kunst: auch dort kann man neben vielen interessanten Medien zur Freizeitgestaltung und Bildung auch Kunstwerke regionaler Künstler ausleihen. Neben Veranstaltungen wie Lesungen, Workshops etc. gibt es auch regelmäßig Kunstausstellungen. Ein Verzeichnis der entleihbaren Medien und Kunstwerke sowie einen Überblick über die aktuellen Veranstaltungen und sonstigen Angebote finden Sie hier.

Öffnungszeiten: Mo 10-12 und 15-19 Uhr | Di geschlossen
Mi + Do 10-18 Uhr |Fr 15-18 Uhr | Sa 10-13 Uhr

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Kunstleihe Harburg

Meyerstraße 26, 21075 Hamburg (Nähe S-Bahn Heimfeld)

Auch Hamburg hat eine Kunstleihe! Kunstleihe?

Andernorts heißen sie Artotheken und sind – ganz wie Bücherhallen und Bibliotheken – Orte, an denen man sich Kunst leihen kann.

So macht die Kunstleihe Kunst alltäglich und jedem zugänglich.

Die Kunstleihe bietet eine große Auswahl von knapp 400 Werken an vorwiegend lokaler zeitgenössischer Kunst aus Harburg.

Verschiedene Formate, Materialien, Techniken und Künstler*innen. Wenn ein Werk besonders gefällt, können Sie es für ein Vierteljahr oder länger ausleihen!

Wer ein Werk leihen möchte, zahlt für ein Vierteljahr eine Leihgebühr von 6,- € je Werk. Der Ausweis kostet einmalig 12,- Euro. Ein Personalausweis sollte unbedingt mitgebracht werden. Für transportgerechte Verpackung ist gesorgt.

Auch Firmen (Praxen, Büros, Kanzleien …) können sich Werke leihen oder sich auch mit neuen Werken immer wieder überraschen lassen. Sprechen Sie das Team der Kunstleihe gerne direkt an. Hier gelten o.a. Konditionen nicht.

Da die Kunstleihe noch nicht über einen Ankaufsetat verfügt, ist der überwiegende Teil der Werke als Dauerleihgaben der Künstler*innen im Bestand.

Öffnungszeiten: Donnerstag: 14 – 18 Uhr / Freitag 14 – 18 Uhr / Samstag 12 – 18 Uhr