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Orte & Ausstellungen

Kunstverein Buchholz

“Most art says nothing to most people”

Diese provokante These des Künstlers Heath Bunting hat sich der 2001 gegründete Kunstverein Buchholz auf die Fahnen geschrieben. Freilich mit einer gewissen Selbstironie. Denn der Kunstverein sieht seinen Auftrag durchaus darin, das Gegenteil unter Beweis zu stellen: er will die Menschen an die Kunst heranführen und Begeisterung wecken.

Die Kommunikation soll unter den Mitgliedern und Besuchern angeregt werden. Mithin ist es das Anliegen des Vereins, einen inhaltlich diskursiven, einen lebendigen und vitalen Ort zu schaffen.

Das Ausstellungsprogramm präsentiert in erster Linie überregionale, künstlerische Positionen, die auf unterschiedliche Weise in einem deutlichen und somit verbindlichen Verhältnis zu ihrer Zeit und einem sowohl persönlich reflektierten wie auch soziokulturellen Umfeld arbeiten.

Auch die regionale Kunst- und Kulturszene zeugt von großem künstlerischen Potential, ihr wird einmal jährlich ein Forum geboten. Der Kunstverein Buchholz sieht die Vermittlung als wichtige Aufgabe an. Dies wurde von der Stadt Buchholz/Nordheide 2011 ebenso gesehen und mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichnet. 

Neben den Ausstellungen tragen Vorträge und Exkursionen zu Akzeptanz und Offenheit gegenüber – auch ungewöhnlichen – künstlerischen Ausdrucksformen bei.

Nicht zuletzt die vielfältigen Aktivitäten des Kunstvereins, sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturinitiativen, u.a. Piazza Cultura (Buchholzer Stadtfest), leisten einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Identitätsfindung der Stadt Buchholz und des Landkreises Harburg.

Öffnungszeiten: Die-Fr: 16-18 Uhr | Sa-So: 12-17 Uhr

Kirchenstr. 6, 21 224 Buchholz Nordheide,

Tel.: 0176 – 630 283 76

Elke Kegel-Judis

Spuren von Zeit

Elke Kegel-Judis – Schattenfigur im Gemäuer, 2014

Elke Kegel-Judis (Jg. 1938) wurde in Berlin geboren, studierte an den Kunsthochschulen Hamburg (Prof. Kurt Kranz, Karl Kluth) und Berlin (Prof. Hann Trier) sowie der Universität Hamburg. Sie leitete von 1973 bis in die 90er Jahre die GALERIE JOLKA in Buchholz, die regionale Künstler mit Ausstellungen im eigenen Wohnraum förderte. Sie war Dozentin für Malerei an der Volkshochschule in Hittfeld, Kunsterzieherin am Gymnasium Am Kattenberge, Buchholz hatte seit 1989 ein Sommeratelier in Vissec im franz. Languedoc, lebt und arbeitet in Buchholz.

Der Kunstverein Buchholz ehrt sie mit der Ausstellung „Spuren von Zeit“ für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für Kunst und Kultur. Elke Kegel-Judis war Ideengeberin für Kunstausstellungen, für Gründungen von Künstlergruppen oder Buchveröffentlichungen. Ihre eigene Kunst (Öl, Acryl, Aquarell, Radierung) hat sie nie in den Vordergrund gestellt. Vielmehr war ihr daran gelegen, junge aufstrebende Künstler zu unterstützen und zu fördern.

Sie war beteiligt an Katalogveröffentlichungen des BBK Hamburg, der SEEVETALER Künstler und am Buch „Kunst in Buchholz“ sowie an weiteren Büchern wie „Bildende Kunst im Landkreis Harburg“ und der Sammlung hit-Technopark Hamburg Kunst verbindet.

Ihre Bilder sind im Besitz der Stadt Buchholz und den Buchholzer Partnerstädten Canteleu und Järvenpää. Seit 2001 ist sie in der Artothek der Stadtbücherei Buchholz vertreten.

Im Kunstverein Buchholz und im Geschichts- und Museumsverein ist Elke Kegel-Judis‘ Rat gefragt und gewünscht.

Ausstellung vom 16.– 30. Juni 2024

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Orte & Ausstellungen

Kunstinsel Buxtehude

Schwimmende Kunst

Seit 2009, als der Künstler Jürgen K.F. Rohde die Idee zu einer „Kunstinsel“ hatte, stellen Künstler der Region auf einer Plattform ihre Kunstwerke ins Wasser des Flusses. So schwimmt die Kunst auf der Este, aber sie schwimmt nicht davon. Ganz unterschiedlich sind die Exponate, immer wieder anders wirken sie auf der schwankenden Oberfläche, doch stets haben sie ein Jahr Zeit, um sich den Buxtehudern und den Gästen der Stadt zu zeigen.

Seit 2009 waren neben Rohde selbst Folkert Bockentien, Christa Mücke, Michael Jalowczarz, Dorota Albers, Christa Donatius, Gundula Menking, Peter Schmidt, Uwe Schloen, Thomas Werner,  Barbara Lorenz Höfer und Johannes Caspersen beteiligt.

Ort: Este, Höhe Stadtpark (über Bahnhofstraße erreichbar)

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SuedArt-Termine

Iryna Kogan – Vilnius

Fr., 07. Jun., 18:30 Uhr: Kulturhaus Süderelbe

Am Johannisland 2 | 21149 Hamburg-Neugraben

Führung “Iryna Kogan – Vilnius”

Entdecken Sie die faszinierende Welt von Vilnius in einer Ausstellung, die dem Glanz und der Liebe zur Hauptstadt Litauens gewidmet ist. Die Bilder zeigen Vilnius, eine Stadt, eingebettet in Mythen, Kunst und dem Drang nach Freiheit. Tauchen Sie ein in die Legende um den litauischen König Gedemin und den eisernen Wolf, dessen mystisches Heulen einst den Grundstein für die Gründung Vilnius’ legte.

Die Ukrainerin Iryna Kogan lebt seit 2007 in Deutschland und führt mit der Ausstellung durch ihre persönliche Reise der Verzauberung und Zuneigung zu Vilnius. Als Hausärztin mit einer brennenden Leidenschaft für Kunst und Malerei, schöpft Kogan ihre Inspiration aus der Natur, antiken Städten, Mythologie und Geschichte. Die ausdrucksstarken Ölgemälde der Autodidaktin laden dazu ein, eine tiefe Verbindung zur Stadt Vilnius zu knüpfen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Jun.

Öffnungszeiten: Mo – Fr: 10.00 bis 17.00 Uhr

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Orte & Ausstellungen

Kunstverein Harburger Bahnhof

Der Kunstverein Harburger Bahnhof befindet sich direkt im Bahnhof Hamburg-Harburg über dem Fernzuggleis 3. Er wurde 1999 von den ortsansässigen Künstlern Udo Dettmann und René Havekost mit Unterstützung von Dr. Dieter Bobbert und Dr. Hanns Kippenberger gegründet.

In den eindrucksvollen Räumlichkeiten des ehemaligen Wartesaals 1. und 2. Klasse mit historischer Kassetten-decke werden auf rund 300 qm regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt.
Anfänglich lag der Schwerpunkt auf Malerei (u.a. die große Franz Gertsch-Ausstellung im Jahr 2000).  Unter seinen unterschiedlichen Kurator*innen Wilhelm Figger, Nina Möntmann, Mathias Güntner und Ulla Lohmann entwickelte sich das Programm zunehmend dahin, Entwicklungen der Gegenwartskunst auch medien-übergreifend darzustellen und themenbezogen Fragestellungen der künstlerischen Produktion zu vermitteln. Gruppenausstellungen wie „Eigene Systeme“ (2002), „Plattform Taubenstrasse“ (2003), „Selbstporträt/Identität“ (2004) oder „Pflanzendialoge“ (2006) zeugen davon.
2007 veranlasste Tim Voss als neuer künstlerischer Leiter, seit 2008 gemeinsam mit Britta Peters, abermals eine Verschiebung der Ausstellungspraxis: nun stand der Versuch, den Zugriff zeitgenössischer Künstler*innen und –gruppen auf gesellschaftliche relevante Themen nicht durch eine Zusammenstellung von bestehenden Werken zu repräsentieren, sondern anhand von komplexen Installationen unmittelbar erfahrbar zu machen. Über zwei Jahre war so der Ausstellungszyklus „Reihe:Ordnung“ angelegt.

2010 wurde unter der Leitung von Britta Peters und Marie Luise Birkholz die Ausstellungsebene durch im MAGAZIN bereitgehaltenen Bücher, Bilder, Texte und Informationen erweitert. Ab 2011 widmeten sich Isabelle Busch und Franziska verstärkt einem internationalen Programm. Unter Anna Sabrina Schmid entstanden ab 2014 raumgreifende Einzelausstellungen und Neuproduktionen mit internationalen Künstler*innen. Das Programm von Lisa Britzger und Jennifer Smailes (2016-18) interpretierte den Kunstverein dann als Raum, der als Teil des Systems der Kunst in verschiedene gesellschaftliche Strukturen eingebunden ist.

Kunstverein Harburger Bahnhof

Im Fernbahnhof über Gleis 3 / 4

Hannoversche Straße 85, 21079 Hamburg-Harburg

Öffnungszeiten: Mi – So: 14 – 18 Uhr, Eintritt frei

Noémi Barbaglia – The Hallway

Noémi Barbaglia – Serious Sediction II, 2022 (Foto: Helge Mundt)

Die junge Bildhauerin Noémi Barbaglia wird im Kunst-verein Harburger Bahnhof ihre erste institutionelle Einzelausstellung feiern. Für die Ausstellung entsteht eine neue Arbeit, die sich mit der besonderen des Kunst-vereins im Bahnhof auseinandersetzt und zugleich die Eigenschaft des Ausstellungsraums als Heterotopie thematisiert. Barbaglias großformatige Skulpturen aus Glasfaser und Kunstharz sind in einem Schwebezustand zwischen Leichtigkeit und Gewicht, Transparenz und Opazität.

Mit seiner gläsernen Eingangstür und dem prinzipiell freien Eintritt scheint der Kunstverein ein durchlässiger und zugänglicher Ort zu sein. Gleichwohl muss man beim Betreten unsichtbare Schwellen übertreten, die den institutionellen Rahmen abstecken und das spezifische Regelwerk eines Kunstortes vom umgebenden Alltag abgrenzen. Michel Foucault hat für solche Orte den Begriff der Heterotopie geprägt, Orte, an denen in besonderer Weise gesellschaftliche Verhältnisse reflektiert, repräsentiert, negiert oder umgekehrt werden. Im Kunstverein Harburger Bahnhof kommt die Architektur des Ausstellungsraumes hinzu, die noch von seiner einstigen Nutzung als Wartesaal der 1. und 2. Klasse spricht – große Pilaster zwischen den riesigen Fenstern, reichhaltige Stuckornamente und eine bemalte Holzkassettendecke. Zugleich liegt dem Saal der Grundriss einer einfachen Hallenkirche zugrunde, sodass der Raum eine spürbare Sichtachse und Theatralität besitzt. Barbaglia wird sich in einer neuen raumgreifen-den Installation mit diesen Eigenheiten des Ortes, seinen Einschreibungen und Regeln auseinandersetzen.

Als zentrale Metapher nutzt Barbaglia den Schleier, der das Innen und Außen, das Davor und Dahinter sowie unsere eigene Position zu ihm thematisiert, was sich in Harburg auf den Ausstellungsraum übertragen wird.

Ausstellungsdauer: 01. Jun bis 25. Aug. 2024

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SuedArt24

Termine der SuedArt

Neben den zahlreichen Kunstorten und ihren Ausstellungen haben wir eine Vielzahl an unterschiedlichsten Führungen, Erkundungen, Gesprächen und Blickwinkeln für Sie als spezielle SuedArt-Termine zusammen gestellt.

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Orte & Ausstellungen

Kunststätte Bossard

Das Museum Kunststätte Bossard: Am Rande von Jesteburg errichteten Johann und Jutta Bossard in der Zeit von 1911 bis 1950 auf einem gut 3 Hektar großen Heide-grundstück ein einmaliges Gesamtkunstwerk – die Kunststätte Bossard. In dem heutigen Museum können Sie Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst erleben.

Zwischen Jesteburg und Lüllau verwirklichten Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen. Sie arbeiteten bis zum Tode Johann Michael Bossards (1950) unermüdlich an diesem Werk. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Stile der Zeit aufgegriffen, sondern auch unterschiedliche und moderne Materialien verwendet.

Die historischen Gebäude der Kunststätte Bossard sind im Originalzustand erhalten. Das Wohn- und Atelierhaus im Heimatschutzstil ist bis in das kleinste Detail künstlerisch ausgestaltet. Neben dem Wohnhaus ist der 1926 in Back-steinexpressionismus errichtete Kunsttempel zu besich-tigen. Auf dem Waldgrundstück hat das Künstlerehepaar eine beeindruckende Gartenanlage mit z.B. Baumtempel, Klostergarten, Gemüse- und Obstbaumgärten geschaffen.

Viele Fragen zur Geisteshaltung des Künstlers Johann Bossard und seiner Frau insbesondere im National-sozialismus sind noch heute ungeklärt. Im Sommer 2021 beauftragte die Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin mit der objektiven und wissenschaftlich fundierten Aufarbeitung der Rolle des Ehepaares Johann und Jutta Bossard zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Das Forschungsvorhaben wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Die Ergebnisse und Zwischenergebnisse dieser Forschung werden regelmäßig im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Reden wir über Bossard“ an der Kunststätte Bossard vermittelt.

Im Neuen Atelier werden regelmäßig Sonder-ausstellungen gezeigt. Die Kunststätte als lebendiges Museum bietet den Besuchern neben Markttagen auch Lesungen, Vorträge, Konzerte und zahlreiche Kreativ-kurse für Erwachsene und Kinder.

Lebenswelten

das private Leben des Künstlerehepaars Bossard

Das private Leben des Künstlerehepaars Bossard und das Leben an der Kunststätte stehen im Mittelpunkt einer Sonderausstellung.

Das Künstlerpaar Bossard auf dem verglasten Balkon (Foto: Kunststätte Bossard)

Zwischen 1911 und 1950 verbindet Johann Michael Bossard, ab 1926 gemeinsam mit Jutta Bossard (1903–1996), verschiedene Künste zu einer großen Einheit, zu einem Gesamtkunstwerk. Wichtiger Bestandteil dieser Idee ist auch der Mensch.

Die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Gästen sind hier jedoch nicht nur künstlerisch tätig, sondern sie bestreiten ihr Leben, ihren Alltag. Selbstversorgung ist aufgrund der ländlichen Lage eine Notwendigkeit. Anzucht von Gemüse und Obst, Tierhaltung, aber auch der Anbau von Getreide oder Buchweizen gehören zum Alltagsleben dazu. Ebenso spielt das Kunsthandwerk eine große Rolle. Neben der Gestaltung von Textilien, wie Teppichen und Kissen für den Eigengebrauch, gestalten Bossards auch Porzellanservice.

Das private Leben, der Alltag an der Kunststätte Bossard, steht im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung. Wer waren die Bewohnerinnen und Bewohner der heutigen Kunststätte? Wie sah ihr Leben hier aus? Diesen »Lebenswelten« im Kontext der Entwicklung der Idee von der Wohn- zur Kunststätte spüren wir nach.

Ausstellungsdauer: 02. Jun. 2024 – 10. Nov. 2024

Das Café im Hof lädt bei Kaffee, Kuchen, Suppen und anderen hausgemachten Kleinigkeiten zum Verweilen ein.

Öffnungszeiten: März – Oktober Di-So 11-18 Uhr November – Februar Di-So 11-16 Uhr

Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard
Bossardweg 95
21266 Jesteburg
Tel.: 0 41 83 / 51 12
Fax: 0 41 83 / 77 62 66
info(at)bossard.de


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SuedArt-Termine

Bullerbü in Buxtehude

Fr., 07. Jun., 16 Uhr: Kleine Fleth-Philharmonie

Westfleth 37 | 21614 Buxtehude

Die Illustratorin der Astrid Lindgren Bücher Katrin Engelking eröffnet die Ausstellung persönlich. Dazu spielt das schwedische Duo Fjarill (www.fjarill.de) schwedische Lieder auf Geige, Klavier und mit Gesang.

Künstlerin Katrin Engelking hat bereits zahlreiche Bilder- und Kinderbücher illustriert, unter anderem zu Texten von renommierten Kinderbuchautorinnen wie Kirsten Boie und Paul Maar. Sie hat auch eigene Bücher veröffentlicht, wie “Anne im Tal der tausend Tropfen” und Geschichten über den kleinen Jungen Flo. Seit vielen Jahren gibt sie den Figuren von Astrid Lindgren ein neues Gesicht. Seit vielen Jahren widmet sich Engelking mit Leidenschaft den Illustrationen der Werke von Astrid Lindgren. Ihre Bilder “verbinden Astrid Lindgrens Welt überzeugend mit der Wirklichkeit ihrer Leser”, so die Zeitschrift Eselsohr.

Im Rahmen der Konferenz für Kinderbuchillustration “Bunte Hunte” präsentiert die Kleine Fleth-Philharmonie nun eine Auswahl von Katrin Engelkings Lindgren-Illustrationen. Die Ausstellung „Bullerbü in Buxtehude“ zeigt die Vielfalt von Engelkings Arbeiten und lädt ein, die Welt von Astrid Lindgren neu und künstlerisch zu entdecken.

Die Ausstellung läuft vom 01. Juni bis 31. Juli 2024.

Öffnungszeiten: Mo-Fr. von 10-18 Uhr, Eintritt frei!

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Orte & Ausstellungen

Kunstinitiative TUHH

Einst Kaserne – heute Hauptgebäude der TUHH

Kunst an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) hat Tradition. Schon in den 90er-Jahren hatte das Engagement einer Arbeitsgruppe aus Studierenden und Künstlern, gefördert von Professoren und anderen Hochschulangehörigen, zu einer großen Ausstellung auf dem Campus geführt: „Die unbekannte Größe“, die sich mit dem Thema Kunst und Technik auseinandersetzte.

Der Höhepunkt dieser Auseinandersetzung war das DFG geförderte Graduiertenkolleg Kunst und Technik.

In dieser Zeit wurde auch die Arbeit „Wende 80“ der Konzeptkünstlerin Hanne Darboven im Gebäude M installiert. Diese Arbeit ist als „Kunst am Bau“ an die Universität gekommen. Kunst am Bau hat in der Bundesrepublik eine lange Tradition, die bis in die Weimarer Republik zurückreicht. Seit der Empfehlung des Deutschen Bundestages 1950, bei allen Bundesbauten einen festen prozentualen Anteil der Bausumme für Kunst einzusetzen, sind im Auftrag des Bundes mehrere tausend Kunstwerke entstanden. So sind auch weitere verschiedene Kunstwerke von Berto Ladera, Maria Pirwitz, Dorothe Schweitzer, Alfred Mahlau, Peter Friedl oder Chui Wang auf diesem Weg oder durch Schenkungen in den Besitz der TUHH gelangt.

Die Kunstinitiative führt diese Tradition fort und hat sich zum Ziel gesetzt, die Kunst- und Kulturszene Harburgs den Studierenden und Mitarbeitern der TUHH näher zu bringen und bietet zu diesem Zweck Führungen z.B. durch die Sammlung Falckenberg, dem Kunstverein Harburger Bahnhof und dem Archäologischen Museum/Stadtmuseum Harburg an.

Mit der Eröffnung des Hauptgebäudes finden seit 2012 zudem zusätzlich wechselnde Ausstellungen statt, womit die TUHH sich zu einem festen Bestandteil der Hamburger Kulturszene etabliert hat.

Adresse: Schwarzenberg-Campus 1, 21073 Hamburg-Harburg

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SuedArt-Termine

Luftschlösser

Sa., 08. Jun., 16 Uhr: Schloß Agathenburg

Hauptstraße | 21684 Agathenburg

Kuratorinnenführung mit Claudia Rasztar bei freiem Eintritt ins gesamte Schloss anlässlich des Kleinen Schlossfestes und der 825 Jahr-Feier Agathenburg.

Luftschlösser ist eine Gemeinschaftssaustellung von Birte Bosse, Alice Gericke, Christian Haake, Conrad Hübbe und Christian Jankowski und wurde kuratiert von Claudia Rasztar.

Luftschlösser bauen – das bedeutet so viel wie Hirngespinsten nachgehen, aber auch sich verrennen oder im Gegenteil selbstvergessen vor sich hinträumen. Ein Luftschloss steht für etwas, das nur in der Fantasie existiert. Wie können Luftschlösser in der Kunst sichtbar gemacht werden? Ausgehend von einer Lichtinstallation des Künstlers Christian Jankowski werden weitere vier Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Christian Jankowski hatte Bauarbeiter, die mit der Konstruktion des Hotels Château Royal in Berlin beschäftigt waren, gebeten, ihr eigenes imaginäres Schloss zu zeichnen. Heraus kamen vereinfachte Zeichnungen auf liegengebliebenen Gebäudeplänen, die er anschließend reingezeichnet und schließlich in eine Neon-Lichtarbeit umgesetzt hat. Als Auftakt zur Ausstellung soll an der Fassade von Schloss Agathenburg solch eine Schloss-Zeichnung nach außen und innen wirken. Nachts wird sie schweben wie im Traum, tagsüber leuchtet ein Schloss auf dem Schloss. Insgesamt wird es eine Ausstellung mit suchenden Linien, Spuren und Andeutungen, mit fragilen Papierarbeiten, einem rätselhaften Film und Skulpturen aus sich nach oben windenden Eisenstangen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Jun. zu sehen.

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Orte & Ausstellungen

Kunströsterei

Das Fleth der Hansestadt Buxtehude mit seinen kleinen Geschäften und Cafés, dem bunten Treiben der Möwen und Enten, dem historischen Ewer `Margareta` ist schon immer ein Magnet für Touristen, Buxtehuder und Buxtehuderinnen, die dem Trubel der um die Ecke liegenden Geschäfte entgehen wollen. Hier fanden viele auch die feine „Rösterei am Fleth“ und das ihr angeschlossene Café. Ein Geheimtipp, denn hier wurde nicht nur ein ausgezeichneter vor Ort gerösteter Kaffee ausgeschenkt – er konnte auch gleich ganz gemütlich direkt am Fleth genossen werden.
Nachdem das Café schloss, wurde aus dem ehemaligen Café die Kunströsterei. Der bildende Künstler Sven Brauer richtete hier im Mai 2024 eine Produzentengalerie ein, in der er Zeichnungen und Illustrationen niedrigschwellig präsentiert und auch vor Ort gestaltet. Ein Teil des alten Interieurs blieb in den Räumen, so dass der Charme des Cafés erhalten bleibt. Wichtiger Punkt des kulturellen Hotspots ist die Kommunikation und Interaktion mit den Nachbarn, den Bürgern der Stadt und den die Stadt besuchenden Touristen. Es finden in unregelmäßigen Abständen Gemeinschaftsausstellungen statt, in deren Rahmen ein Gastkünstler oder eine Gastkünstlerin gemeinsam mit Sven Brauer ein Thema künstlerisch aufarbeitet und die Besucher des Fleths zum Gedankenaustausch einlädt.


In der Kunströsterei finden die interessierten Besucher neben Zeichnungen und Gemälden dann auch Skulpturen und Objekte befreundeter Künstlerinnen und Künstler. In Abständen werden in der Kunströsterei auch Künstlerstammtische stattfinden, in deren Verlauf Künstlerinnen und Künstler aller Couleur sich nicht nur austauschen, sondern auch Besucher gerne und warmherzig in die Gespräche einbezogen werden.

Katharina Bodmann & Sven Brauer

– Ausverkauf der Städte

Im Mai und Juni zeigt Katharina Bodmann, eine Buxtehuder Fotografin, gemeinsam mit Sven Brauer die Folgen der baulichen Verdichtung. Bewusst romantisierend rücken sie den „alten“ Stadtteil, der ja auch immer Erinnerungen, Geschichten und Geschichte sichtbar macht, in den Vordergrund ihrer Arbeit.

Sie dokumentieren mit ihren Arbeiten sowohl das „alte“ Altkloster; ein Stadtviertel Buxtehudes, welche für so viele Viertel mancher Städte steht, mit seinen vielfältigen Läden, Wohnungen und Häusern wie auch, als negativen Gegenpol, das „neue“ Altkloster – eine familienfeindliche Schlafburg für gutsituierte Paare. Katharina Bodmanns Fotografien agieren dabei als Dokumentationen eines gelebten Erbes. Sie erfassen die Patina der Zeit an den Fassaden, die Spuren vergangener Tage, und legen damit eine Brücke zur Gegenwart. Es offenbart sich eine künstlerische Synthese mit Sven Brauers farbigen, mit leichtem Strich gezeichneten Zeichnungen, deren leere, schwarze Fenster die traurige Zukunft der Gebäude
erahnen lassen.

Sven Brauer (Jg. 1961) lebt und arbeitet in Buxtehude. Nach seiner Ausbildung zum Raumausstatter und Grafiker arbeitete er in verschiedenen Werbeagenturen und Verlagen. Parallel erhielt er seine künstlerische Ausbildung bei H. Westphal und H. Janssen. Seit 2010 ist er als freier Künstler tätig. Zudem ist er Autor und Illustrator, Dozent für Urban Sketching und Aquarellmalerei sowie künstlerischer Leiter auf Mal- und Zeichenreisen. In Buxtehude organisierte er mehrere Jahre das Buxtehuder Kunstfest.

Katharina Bodmann (Jg. 1983) ist freiberufliche Fotografin, lebt und arbeitet in Buxtehude. Neben Auftragsfotografie hat sie stets eigene Projekte im Bereich Kunst, Kultur, Theater.

Adresse: Kunströsterei | Ostfleth 36 |21614 Buxtehude
Tel.: 0 41 61 – 30 16 153 · brauersven.jimdofree.com